Freitag, 21. Juni 2019    00:03

200 x Badesaison. Seebad Wyk auf Föhr 1819 bis 2019

Kurzbeschreibung:
Das Seebad Wyk auf Föhr feiert sein 200jähriges Bestehen und wir feiern mit!
Wann?
Sonntag, 03.03.2019 bis Montag, 15.07.2019
Uhrzeit:
Di-So 10:00-17:00 Uhr
Wo genau?
Museum Kunst der Westküste, Alkersum
Kosten:
8,00 €
Kategorie:
Ausstellungen, Kunst

Langbeschreibung

Das Seebad Wyk auf Föhr feiert sein 200jähriges Bestehen und wir feiern mit! Als ältestes Seebad Dänemarks und ältestes an der schleswig-holsteinischen Westküste spielte es schon immer eine überragende Rolle und lud zum Kuren und Erholen Gäste aus nah und fern ein, darunter hochrangige Persönlichkeiten und Prominente. Die dänischen Könige, die hier ihre Sommerresidenz einrichteten, genossen ebenso wie preußische Prinzen die Annehmlichkeiten des Seebades, zu denen auch der gesellschaftliche Verkehr und gute Unterhaltung gehörten. Inspiriert von der Insel, arbeiteten hier Schriftsteller und Dichter wie Hans Christian Andersen, Theodor Storm und Theodor Fontane. Der Walzerkönig Johann Strauß verlebte seine Hochzeitsreise auf Föhr und komponierte einen Walzer.

Viele Exponate, obwohl aufs engste mit der Geschichte des Seebades verbunden, werden erstmalig auf Föhr zu sehen sein, so die frühimpressionistische Freilichtstudie „Das Seebad“ des Schweizer Malers Albert von Keller, die Aquarelle von Kronprinzessin Victoria von Preußen oder delikate Studien vom Wyker Badestrand des Dresdner Impressionisten Paul Wilhelm. Von großer Bedeutung sind auch Kunstwerke, die für das namhafte Nordsee-Sanatorium des Dr. Gmelin am Föhrer Südstrand geschaffen worden sind.

Neben dem Mobiliar, entworfen von dem berühmten Jugendstilarchitekten August Endell, offenbaren die Exponate, geschaffen von den wichtigsten Vertretern der Reformkunst um 1900, welche Strahlkraft das Sanatorium mit seiner illustren Gästeschar in geistiger und künstlerischer Hinsicht hatte. Wenzel Hablik, Johann Vincenz Cissarz und Ada und Emil Nolde zählten dazu.

Mit der Eroberung des Strandes als neuem touristischen Raum um 1900 wandelte sich auch dessen Ausstattung: Strandzelte, Strandkörbe und Sandburgen luden zum Verweilen ein. Tiefe Einblicke gewähren Badeanzüge und Bikinis über die sich wandelnden Einstellungen über „Anstand und Sittlichkeit“. Ein Gruß an die Daheimgebliebenen über Postkarten auszurichten, war lange Zeit obligatorisch für jeden Reisenden.

Welche touristischen Wege geht Föhr zukünftig? Die Ausstellung will dieser Frage Raum geben und die Besucher über ihre Vorstellungen befragen!

Quelle

Museum Kunst der Westküste
Hauptstraße 1
25938 Alkersum
Telefon: +49(0)4681 747400
Fax: +49(0)4681 7474019
E-Mail: info@mkdw.de
Homepage: www.mkdw.de

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