Dienstag, 13. April 2021    05:37

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Lebensretter auf vier Pfoten:

JOHANNITER RETTUNGSHUNDESTAFFEL

Immer dann, wenn Menschen vermisst werden und schnell gefunden werden müssen, können sie zum Einsatz kommen. Die Rede ist von der Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe im Kreis Schleswig-Flensburg. Sie gehört zum Johanniter Ortsverband Schleswig, der wiederum dem Regionalverband Schleswig-Holstein Nord/West angegliedert ist.

"Nicht selten kommen wir zum Beispiel zum Einsatz, wenn demente Bewohner aus Pflegeheimen vermisst werden, darüber hinaus, wenn Kinder sich verlaufen haben, Unfallbeteiligte im Schockzustand davonlaufen, Sportler im Gelände verunglückt sind oder suizidgefährdete Menschen gefunden werden müssen“, erzählt Franz-Xaver Bründl, Pressesprecher der ehrenamtlichen Johanniter Rettungshundestaffel. Insbesondere wenn es darum geht, Personen in großen Flächen, unübersichtlicher Infrastruktur oder unwegsamem Gelände zu finden, dann sind die Teams der Rettungshundestaffel dafür die geeigneten Spezialisten. 50 bis 60 Einsätze pro Jahr – gehäuft in der dunklen Jahreszeit - kommen da im Durchschnitt zusammen, so Bründl. Grundsätzlich kann sich jeder, der bei der Rettungshundestaffel mitmachen möchte, mit seinem Hund dort melden.

Allerdings kommt nicht jede Rasse und Größe in Frage. „Welche Hunde geeignet sind, machen wir von einigen Kriterien abhängig. Die großen Rassen zum Beispiel, haben nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von sieben Jahren. Wenn der Hund dann schon zwei oder drei Jahre alt ist, wenn er zu uns kommt, und die Ausbildung etwa drei Jahre dauert, lohnt sich der Aufwand nicht. Ungeeignet sind auch die ganz winzigen Hunde, weil sie es im Gelände einfach zu schwer haben“, erläutert Franz-Xaver Bründl. Bis ein Hundeführer mit seinem Hund in einen echten Einsatz darf, ist es ein langer Weg. Bevor jemand überhaupt zu einer Ausbildung zugelassen werden kann, müssen Mensch und Tier einen Eignungstest bestehen.

„Hier wird unter anderem geprüft, ob die Hunde Angst vor Menschen oder Gegenständen haben, wie der Hund auf Umwelteinflüsse reagiert. Außerdem, ob er sich ablenken lässt. Es nützt ja nichts, wenn dem Hund die Jagd auf einen Hasen wichtiger ist als die Suche nach der vermissten Person“, erklärt Bründl. Nach dem erfolgreichen Eignungstest und der Zustimmung aller Staffelmitglieder kann die gut dreijährige Ausbildung beginnen. Am Ende findet für alle BOS-Einheiten (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) eine bundesweit einheitliche Prüfung statt, die alle 24 Monate wiederholt werden muss. Nach der Ausbildung sind die Flächensuchhunde der Johanniter fähig innerhalb kürzester Zeit große Flächen (30.000 Quadratmeter in 20 Minuten) abzusuchen, wie zum Beispiel Waldgebiete.

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