Mittwoch, 11. Dezember 2019    18:08


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Maik Machulla freut sich auf die neue Saison

Die SG Flensburg-Handewitt steckt mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Nach vier Wochen Urlaub bat Meistertrainer Maik Machulla seine Mannschaft am 15. Juli erstmals wieder zum Training. „Diesen Urlaub hatten sich die Spieler verdient. Sie haben in der letzten Saison und auch im Jahr davor Enormes geleistet“, so Machulla. „Sie haben so lange Urlaub bekommen, damit sie richtig abschalten konnten. Es gab von unserem Trainerteam aber einen Plan mit auf den Weg, dass sie sich auf einem guten Niveau fithalten. Da haben wir Vertrauen in die Spieler“, begründete der 42-Jährige die verdiente Zeitspanne zum Ausruhen der ansonsten ständig im stressigen Spielrhythmus stehenden Akteure. Der Coach, der seit 1. Juli 2017 für das Team verantwortlich ist und sich sogleich mit zwei Meisterschaften in Folge schmücken konnte, genoss ebenfalls die freie Zeit. „Wir waren gleich am Tag nach den Meisterfeierlichkeiten in Griechenland. Da bin ich in den Nächten noch um drei Uhr wachgeworden. Es brauchte einige Zeit, um das zu verarbeiten“, so Machulla mit Rückblick auf die intensiven letzten Tage der Spielzeit 2018/19. Vor dem Trainingsstart ging es dann erneut einige Zeit nach Griechenland. „Die Tage waren sehr gut und entspannt“, so der gebürtige Greifswalder. Die Vorfreude auf die neue Saison wuchs allmählich und auch schon erste Gedankenspiele für die Serie 2019/20 nahmen Form an. „Uns haben zwei wichtige Spieler verlassen. Tobias Karlsson war für mich der beste Abwehrspieler der Welt und Rasmus Lauge zu Recht der beste Spieler der vergangenen Saison. Er ist einfach ein kompletter Spieler“, so Maik Machulla über den seine Karriere beendenden schwedischen SG-Kapitän und den dänischen Weltmeister, der zu MKB Veszprem wechselte. „Ich habe drei Spieler im Kopf, die Tobias als Kapitän folgen könnten. Tobias hat diese Rolle gelebt, und der neue Kapitän muss das ebenso. Man hat nicht nur ein Amt und eine Binde um, sondern auch Verantwortung für die Mannschaft auf dem Feld und außerhalb“, so der SG-Trainer. Machulla weiß auch, dass ein starker Kapitän gleich zu Saisonbeginn wichtig ist. „Wir starten am 17. August in Lübeck gegen Schwerin in die erste Runde des DHB-Pokals. Das Final 4 dort zum Auftakt ist sehr wichtig. Dann geht es wieder los, dann zählt es. In der Bundesliga stehen dann gleich zu Beginn zwei richtig schwere Spiele bei MT Melsungen und gegen die Rhein Neckar Löwen an. Sie werden auch zu den Favoriten um die Meisterschaft zählen“, so Machulla, der den SC Magdeburg, die Füchse Berlin und vor allem den THW Kiel weit oben im Meisterschaftsrennen auf dem Zettel hat. „Der THW Kiel steht dabei über allen anderen“, so der Coach des Titelverteidigers über den Schleswig-Holsteinischen Landesrivalen. Und auch die Auslosung der Champions League Gruppenphase fordert dem als Spieler 2002 mit dem SC Magdeburg und 2014 als Co-Trainer mit der SG Flensburg-Handewitt triumphierenden Maik Machulla gehörigen Respekt ab. „Das ist schon die schwerste Gruppe, die man kriegen konnte. Neben Paris Saint Germain, die immer bei uns in der Gruppe landen, treffen wir auch auf den FC Barcelona. Beide sind wieder die Top-Favoriten. So werden es schwere Spiele. Doch ich freue mich darauf. Dafür spielen wir Handball. Das sind große Herausforderungen“, so Maik Machulla, der hochmotiviert in die Vorbereitung startet und dem Saisonstart mit frischen Kräften entgegenfiebert. 

Text: Jös, Foto: SG Flensburg-Handewitt