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Zwei Punkte in Paris

23.09.2020 - Die SG siegte mit toller Moral 29:28

Die SG Flensburg-Handewitt zeigt in der EHF Champions League weiterhin Sieger-Mentalität. Sie errang mit einem 29:28 (14:18) erstmals zwei Zähler bei Paris Saint-Germain HB. Damit übernahm die Truppe von Maik Machulla gleichzeitig die Spitze in der Staffel A.

Die TV-Kameras hatten wieder Zuschauer im Bild, die SG Fans Domen Pelko im Blick. Die neue Nummer 33 agierte am Kreis, die ersten Treffer fielen über Linksaußen Hampus Wanne. PSG spielte allerdings sehr effizient, führte schnell mit 5:2. Magnus Rød und Jim Gottfridsson schafften mit tollen Würfen zwar den Anschluss, aber nicht die Trendwende. Beim 10:6 trommelte Maik Machulla seine Jungs zusammen. Simon Hald und Magnus Rød arbeiteten viel im Deckungszentrum, nun sollte es eine 5:1-Formation mit Lasse Møller in der Spitze richten. Die SG Akteure rannten einige schnelle Vorstöße und schlossen auch gut aus der zweiten Reihe ab, der Pariser Angriffswirbel war in der ersten Hälfte aber nur schwer zu stoppen. Ungewöhnlich: PSG-Coach Raul Gonzales nahm zehn Sekunden vor der Pause bereits sein zweites Team-Timeout. Hielt er schon jetzt eine knappe Angelegenheit nicht mehr für möglich?

Nach 40 Minuten drehte die SG auf

Der zweite Abschnitt begann mit guten Signalen: Gøran Søgard wackelte die 5:1-Deckung von PSG aus. Der eingewechselte Benjamin Buric parierte gleich den ersten Wurf. Hampus Wanne verkürzte mit seinem sechsten Tor auf 18:16. Dann ein Wermutstropfen: Gøran Søgard kassierte eine unglückliche Zeitstrafe – leider seine dritte. Mit Mads Mensah hatte die SG eine gute Alternative, aber zunächst agierten die Gäste etwas konfus. Beim 23:18 für PSG schien alles verloren, doch der dreifache deutsche Meister zeigte glänzende Moral. Domen Pelko erzielte beim 24:22 sein erstes Tor für seinen neuen Klub und stellte beim 24:25 die erste Führung her. Nun war es die SG, die stets einen Treffer vorlegte. 80 Sekunden vor Schluss donnerte Jim Gottfridsson den Ball ins Netz. 28:29! Die Pariser hatten noch einen langen Angriff. Der letzte Wurf von Nedim Remili fand in Benjamin Buric seinen Meister. Der Jubel war weiß-blau – die SG ist vorerst Spitzenreiter der Staffel A.