Samstag, 28. März 2020    11:53


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Neuseeland – Die Faszination der immergrünen Insel am anderen Ende der Welt

Neuseeland (auch: New Zealand oder Aotearoa = „Land der langen weißen Wolke“ - wie Neuseeland von den ersten Maori genannt wurde) mit seinem Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. ist ein geografisch isolierter großer Inselstaat im südwestlichen Pazifik südöstlich vom rund 2.000 Kilometer entfernten Australien. Neuseeland besteht aus einer Nord- und einer Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln. Aufgrund der geringen Besiedelung, der atemberaubenden Naturvielfalt und der einzigartigen Vegetation wird Neuseeland auch als „immergrüne Insel“ bezeichnet. Schon längst hat Ralph Schmidt aus der Gemeinde Ulsnis an der Schlei, Direktor der HypoVereinsbank-Filiale Flensburg sein Herz an das Land der Gegensätze – vom subtropischen Norden bis hin zum ewigen Schnee der „Südalpen“ –  verloren. Und so zieht es ihn, ähnlich einem Zugvogel, jährlich für mindestens vier Wochen immer wieder zu den „Kiwis“, wie sich die Neuseeländer selber nach dem berühmten flugunfähigen Vogel ihrer Urwälder nennen. Der Friesenanzeiger hat ihn dazu befragt. Die Fragen stellte Claudia Egert.

Was fasziniert Sie an Neuseeland und was macht es so besonders?
Die unglaublich offenen, interessierten und sympathischen Menschen, das super entspannte Reisen, die unbeschreiblich schöne Natur. Ich verreise in unserem Winter in den Sommer. Neuseeland ist alles in allem ein echtes Wohlfühlland.

Was würden Sie als typisch neuseeländisch bezeichnen?
Die offene und interessierte Art seiner Einwohner und die damit verbundene unglaubliche Gastfreundschaft, die ich in jedem Jahr wieder aufs Neue genieße.

Gibt es ein beliebtes Gericht der neuseeländischen Küche, das man unbedingt probiert haben muss?
Eigentlich nicht, da Neuseeland nicht unbedingt typische Gerichte hat. Ich bin allerdings jedes Mal wieder fasziniert von Fish and Chips im weltbesten Restaurant in Manganui (nördlich von Pahia).

Sind Sie immer an einem Ort, von dem Sie Ihre Ausflüge starten oder „on the road“ durch Neuseeland?
Ich fliege in jedem Jahr nach Auckland, miete mir dort einen Leihwagen für vier Wochen und dann startet mein Roadtrip. Ich lasse mich während des Urlaubs durch das wunderschöne Land treiben. Ich fahre zunächst zu meinen ausgewanderten Freunden nach Thames und packe dort meine Koffer. Alle meine Urlaubssachen sind und bleiben in Neuseeland, da ich ja seit 1994 nunmehr das 17. Mal dort war. Und dann starte ich die Tour über die Nordinsel, die meine absolute Lieblingsinsel ist. Ich bin allerdings auch bereits einige Male auf der Südinsel gewesen.

Welche Unterkünfte können Sie empfehlen?
Backpacker (BBH), die Campingplätze vom DOC, also Department of Conversation und „normale“ Campingplätze, die in der Regel immer an den schönsten Stellen der Welt liegen. Ein extrem schöner Ort ist in der Blend Bay of Islands.

Was war Ihr schönster Moment bisher?
Ich habe viele schöne Momente erlebt während einer jeden Reise durch Neuseeland, einer der schönsten war sicherlich der Besuch von Hobbiton in der Nähe von Matamata. Weitere traumhafte Momente sind die unzähligen Wanderungen durch die Natur, zum Beispiel auch hier insbesondere das Tongariro Crossing, die Wanderung auf die Pinnacles und die Fahrt auf die Insel Urupukapuka Island.

Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Der Besuch bei heutigen guten Freunden in der Bay of Islands während der ersten Reise. Dort haben wir einige Tage auf einem Segelboot in der Bay of Islands gelebt. Ein Traum. Insgesamt ist die Bay of Islands jedes Mal wieder ein Erlebnis, das mich beeindruckt und das nach der Reise auch immer noch lange anhält: unglaublich viele tolle Strände, super schönes Wetter, liebe Menschen und Wälder bis an den Strand.

Auf was können Sie nicht verzichten?
Auf meine Freunde in Neuseeland. Die zahlreichen Wanderungen während des Urlaubs. Die Übernachtungen auf den schönen Campingplätzen und das Baden im Pazifik.

Wird man nicht müde vom Reisen?
Nein! Ich bin vor 25 Jahren das erste Mal in Neuseeland gewesen. Neuseeland mit seiner Natur und seinen Menschen begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue, schafft einzigartige Tiefenentspannung und gibt wirklich viel Kraft für die nächste Zeit. Zudem erlebe ich jedes Mal wieder wunderschöne neue Sachen, die mich immer wieder freudig staunen lassen.

Schauen Sie dann überhaupt noch nach anderen Reisezielen? Wo Ihnen Neuseeland alles zu geben scheint, was Sie zum Glücklichsein brauchen…
Zur Zeit nicht, da mir Neuseeland in jedem Jahr einfach immer wieder gut tut. Und weil ich ja von meinem Jahresurlaub immer die vier Wochen vor Weihnachten in Neuseeland verbringe.

Eine Reise ist ja auch immer ein „Blick über den Tellerrand“ hinaus, um im besten Fall erkennen zu können, worauf es wirklich ankommt im Leben. Was sind Ihre Erfahrungen?
Ich brauche wirklich nur wenig um glücklich zu sein. Man wird nicht alt, sondern nur älter. Einige meiner dortigen Freunde sind bereits über 80 Jahre alt und immer noch tierisch jung. Es ist auch mal gut, nur für sich zu sein, ohne all die schlechten Nachrichten in der Welt. Ruhe, Natur, Glück, Zufriedenheit und Gesundheit reichen komplett aus, um erfüllt zu sein.

Zum Schluss noch eine Frage zur Planung: Eine gute Reisevorbereitung sorgt für einen entspannten Urlaub, sagt man. An was ist unbedingt zu denken, wenn man einen Urlaub in Neuseeland plant?
Seit dem 1. Oktober 2019 unbedingt an die Beantragung des NzeTA (New Zealand Electronic Travel Authority; Anm. d. Red.) über App denken. Grobe Information über das Land und die Leute. Auch der Austausch mit Menschen, die bereits dort waren. Mich darf natürlich jeder gerne anrufen. Und man muss offen sein für das wunderschöne Land und seine Menschen.

Text: Claudia Egert, Fotos: Ralph Schmidt