Samstag, 24. August 2019    20:38

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Hier blüht euch was!

So richtig Sommer ist doch eigentlich erst, wenn man im eigenen Garten genussvoll in der Hängematte liegt oder auf dem Balkon die Tasse Kaffee genießen kann. In beiden Fälle sollte es um einen herum grünen und blühen – denn Garten und Balkon haben im Sommer ihre Hoch-Zeit. Die Sonne tut ihr Bestes und lässt eine Fülle an Blumen und Stauden geradezu um die Wette blühen. Farbenfrohe Kübelbepflanzungen beleben als kleine Solitär-Schönheiten Terrassen und gemütliche Balkone, Blütenarrangements und Anpflanzungen im Garten explodieren geradezu in kräftigen roten, gelben, violetten und gelben Farben. Dem Betrachter bietet sich ein buntes Blütenmeer und die Bienen freuen sich auf einen abwechslungsreichen Ertrag an Nektar.

Bei der Pflanzung entscheidet an sich nicht nur nach seinen Lieblingsblumen, sondern auch die Lage des Beetes kann ausschlaggebend sein. Im Zweifelsfall lässt man sich von einem Profi beraten. Der anspruchslose Rhododendron mag es beispielsweise am liebsten im halbschattigen Schutz hoher Bäume. Er liebt aber keinen kalkhaltigen Boden. Die teils immergrünen Sträucher überzeugen mit ihrer unschlagbaren Farbenvielfalt in jedem Garten. Die Dahlie ist ebenso beliebt und pflegeleicht. Die „Grande Dame“ unter den Zwiebelblühern begeistert mit einer unglaublichen Vielfalt an Farbe, Größe und Blütenform. Die Königin unter den Blumen ist natürlich die Rose. Ob Kletter- oder Strauchrose, Wild- oder Edelrose – das dornige Gewächs besticht in jedem Garten oder jedem Balkonkübel. Im Garten mögen sie einen tiefgründigen, eher trockenen Boden sowie eine regelmäßige Düngung. Mit einem versunkenen Blau faszinieren die Blüten des Rittersporns, und der zählt definitiv zu den auffälligeren Stauden im Beet. Die Pflanze kann man hervorragend mit anderen Blumensorten kombinieren und erhält so einen bunten Sommergarten

Doch Sommerblumen können nicht nur sehr schön Aussehen, sondern haben oftmals auch heilende Kräfte, wie etwa die Ringelblume. Ihre gelben und orange Blüten haben eine starke Strahlkraft und leuchten attraktiv zwischen den Sommerblumen. Ihre sonnige Farbe signalisiert Fröhlichkeit und tatsächlich – so sagt man - wirkt der Tee positiv auf Geist und Seele sowie bei Verdauungsproblemen. Außerdem ist die Ringelblume ein kleines Orakel. Nicht nur beim „er liebt mich, er leibt mich nicht“-Spiel, sondern auch bei der „kleinen“ Wettervorhersage. In der Regel öffnen sich die Blütenblätter zwischen 6 und 7 Uhr. Sind diese nach 7 Uhr immer noch geschlossen, droht Regenwetter. Ob Regen oder Sonne – die Blüten der Ringelblume sind eine schöne Dekoration in jedem Sommergarten und obendrein auch essbar.

Der lila-blühende Beinwell erklärt bereits mit seinem Namen die wundheilenden Wirkungen der Pflanze. Die Pflanze enthält Allantoin, das die Heilung von Knochen-, Bänder- und Muskelverletzungen unterstützt. Ein Klassiker unter den Sommerblüten ist die Kornblume. Sie ist im Wachstum eher „besitzergreifend“, dennoch wunderschön und zudem ein Allrounder im Bereich Heilung. Die Blüten besitzen große Anteile an Gerb- und Bitterstoffen, die auf die Schleimhäute in Mund, Rachen, Magen und Darm zusammenziehend und entzündungshemmend wirken. Als Tee hilft die Kornblume bei Leberschwäche, Verdauungsbeschwerden und Erkältungen. Äußerlich angewendet hilft sie bei Hauterkrankungen und -verletzungen, Juckreiz, Akne, leichten Verbrennungen und Erfrierungen der  Haut. Die Goldrute hingegen enthält antibiotische und entzündungshemmende Flavonoide und Glykoside, der Salbei hat eine schweißhemmende Wirkung und wirkt zudem antibiotisch und entzündungshemmend. Mir den entsprechenden Blumen, Stauden und Pflanzen sowie einer Vielzahl an ausgesuchten Kräutern kann sich der Garten- oder Balkonbesitzer eine natürliche, nachhaltige und gesunde „Apotheke“ für den Hausgebrauch schaffen.


Text: Andrea Weide, Fotos: AdobeStock