Mittwoch, 12. August 2020    17:28

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BUNTE BLÜTEN AUF DEM TELLER

Viele Blüten von Pflanzen in der freien Natur und im Garten sehen nicht nur hübsch aus, sondern sie sind auch essbar. Sie geben vielen Speisen eine besondere optische und geschmackliche Note. Auch in der Volksmedizin wurden Blüten vielfach genutzt. Wer sich auskennt, kann manche Blüten in „freier Wildbahn“ abzupfen, sollte aber auf den Standort achten: Die Pflanzen sollten weder an den Rändern befahrender Straßen wachsen noch auf Wiesen, die möglicherweise gedüngt wurden. Viele Pflanzen mit essbaren Blüten kann man auch im eigenen Garten oder im Balkonkasten heranziehen. Vor dem Verzehr sollten die Blüten kurz ausgeschüttelt und unter kaltem Wasser abgespült werden, um kleine Käfer und andere Krabbeltiere zu entfernen.

Gänseblümchen

Die auch „Maßliebchen“ genannte Pflanze wächst still und bescheiden nahezu überall. Früher setzte man sie gegen Husten und Gelenkbeschwerden ein. Gänseblümchen im Salat oder als kleines Sträußchen am Tellerrand machen sich gut. Die Blätter schmecken leicht nussig wie Feldsalat, die Blüten sind aromatisch und ganz leicht bitterlich.

Kapuzinerkresse

Sie leuchten in den Sommerfarben Gelb, Orange und Rot, mitunter sind die Blüten auch gesprenkelt oder gestreift. Ihr würzig-scharfer Geschmack rührt von den Senfölglykosiden her. Die Blüten sind so dekorativ wie wohlschmeckend-pfeffrig und eignen sich perfekt als Belag auf Brot, in Rohkostsalaten oder in Kräuterquarks. Die Blätter sind essbar und noch geschmacksintensiver als die Blüten. Wer ein kleines Experiment wagen will, stellt seine eigenen Kapern her: noch geschlossene Blütenknospen werden zusammen mit Wasser, Essig und Salz kurz aufgekocht und noch heiß in kleine Schraubgläschen gegeben. Sie halten sich monatelang.

Ringelblume

Ringelblumen sind zuverlässige Gartenblüher in Gelb und Orange. Ringelblumensalbe heilt kleine Hautverletzungen und besänftigt nicht heilen wollende Wunden. Die Blüten sind ein Hingucker auf jedem Teller und in Salaten. Ihr Aroma ist etwas bitterlich. Tee aus Ringelblumenblüten schmeckt milde und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.

Bärlauch

Bärlauch ist als Würze in der Küche in den letzten Jahrzehnten groß in Mode gekommen. In vielen Wäldern wächst die kräftig nach Zwiebeln und Knoblauch duftende Pflanze wild. Wenn man sie umsichtig behandelt, kann man sie – außer in Naturschutzgebieten - viele Jahre lang im Frühling beernten. Als delikate Zutat zu vielen herzhaften Speisen oder in Suppen sind die Blätter von Bärlauch unübertroffen. Aber auch seine weißen, leicht kugeligen Blütenstände kann man essen. Salate und Fischgerichte bekommen durch Bärlauchblüten eine ganz neue Geschmacksnuance.

Kornblume und Borretsch

Zwei Pflanzen mit strahlend blauen Blüten, von denen das Aroma der Erstgenannten nicht besonders intensiv ist: Sie schmeckt eher milde würzig bis leicht bitterlich. Borretsch wird nicht umsonst auch „Gurkenkraut“ genannt: die Blüten haben eine sanfte Gurken-Note. Als Dekoration für Speisen sind die Blüten der beiden Pflanzen aber ein perfekter Augenschmaus.

Löwenzahn

Grollend stechen viele Gartenbesitzer die Löwenzahnstauden mit ihren langen Pfahlwurzeln aus. Misstrauisch wird später der Flug der Schirmchen der Pusteblumen beäugt. Doch eigentlich ist Löwenzahn eine uralte, sehr wirksame Heilpflanze, die blutreinigend und entzündungshemmend wirkt. Die Blätter sind eine exzellente Zutat zu frischen Salaten oder zu Suppen. Die gelben Blüten schmecken süß. Sie eignen sich zur Dekoration von Kuchen und Torten sowie zur Herstellung von Gelees.