Mittwoch, 25. April 2018    04:36


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Hochkonjunktur in der Osterbäckerei

Wenn der Osterhase aktiv wird, laufen auch die Arbeiten in der heimischen Küchen auf Hochtouren. Nicht nur bunt bemalte Eier am Frühlingsstrauß sind jetzt gefragt, sondern auch jede Menge süße Leckereien auf dem Frühstückbrettchen oder dem Kaffeetisch am Nachmittag. Ostern ist die Zeit, in der viele Süßigkeiten verzehrt werden. Damit sind nicht die gekauften Schoko-Eier gemeint, sondern vielmehr die selbstgebackenen und frischen Teigwaren, die der heimische Bäcker für die Ostertage in Handarbeit herstellt.

Etwa drei Wochen vor dem Osterfest laufen die ersten Arbeiten in der Backstube von Annegrete Ebsen-Diekert auf Hochtouren. Seit 98 Jahren hat die Bäckerei Ebsen in Süderbrarup ihren Sitz. 1985 übernahm die Bäckermeisterin mit nur 21 Jahren den Familienbetrieb und steht, wie einst der Großvater und der Vater, seitdem jeden Tag in Backstube. Gebacken wird hier zum einen nach alten Traditionsrezepten, zum anderen setzt Annegret Ebsen-Diekert auch immer wieder neue Idee und Rezepte für den heimischen Brotkorb um. 

Die frühlingshaften Leckereien gehören zum Osterfest einfach dazu. „Deshalb bieten wir aus unserer Osterbäckerei auch einen leckeren  Mix an Torten, Kuchen und Gebäck an.“ Süßes schmeckt immer – und Selbstgemachtes noch viel mehr. Deshalb sind alle Backwaren in guter alter Handwerksarbeit hergestellt, nach speziellen Rezepturen sowie mit Herz und Hand vollendet. Es ist für jeden etwas Kulinarisches dabei, ob Zuckerzahn oder delikater Schlemmerhase.
Das Repertoire reicht vom Möhrenkuchen mit frisch geriebenen Wurzeln, einer beschwipste Eierlikörtorte, bis hin zu niedlichen Hasen aus süßem Hefeteig für kleine Naschkatzen oder Amerikaner mit bunten Eiermotiven. Wer es gerne ein wenig ausgefallener oder internationaler mag, kann sich für ein Brioche, ein süßes französisches Brot oder einen griechischen Osterzopf mit speziellen Gewürzen entscheiden.

Eine Spezialität der Bäckerei Ebsen ist der legendäre Osterzopf, der hier nach alter Tradition aus fünf Strängen per Hand geflochten wird. Was das den Osterzopf so besonders macht? „Das sind unsere Zutaten, die wir verwenden“, verrät Annegret Ebsen-Diekert und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das sind neben dem Grundrezept einige spezielle Gewürze, wie Vanille und Zitrone. Alles andere, was unseren Osterzopf ausmacht bleibt aber unser Familiengeheimnis.“

Text Andrea Weide, Fotos Jörg Weide