Mittwoch, 25. April 2018    04:35


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Altenpfleger und Altenpflegerin – ein Beruf mit Zukunft

Die Zahl der älteren Menschen mit Pflegebedarf steigt kontinuierlich. Somit ist auch der Bedarf an gut ausgebildeten und motivierten Pflegekräften in der Altenhilfe sehr gefragt und ein Wachstumsmarkt. Es ist zum einen körperlich schwere Arbeit, die viel Einfühlungsvermögen und Verantwortung fordert und zum anderen ein sehr interessanter, facettenreicher und perspektivischer Beruf mit Zukunft. Der Beruf des/der Altenpflegers/in ist nicht nur einfach ein Job, sondern vielmehr eine Berufung.

Der Arbeitsplatz kann sich unterschiedlich gestalten. So ist beispielswiese in einer stationären Altenpflegeinrichtung Teamarbeit gefragt. Hier steht im Fokus, die Pflege teilweise sehr alter Bewohner sowie deren Alltag zu gestalten und zu begleiten. Der Berufszeig deckt aber auch die meist eigenständige Arbeit bei einem ambulanten Pflegedienst ab. Hier werden die Senioren in ihrem privaten Umfeld versorgt und gepflegt.  Es besteht aber auch die Möglichkeit, als Fachkraft in einer Rehabilitationsklinik oder einem medizinischen Dienst tätig zu sein.

Wer eine Altenpflegeausbildung nach dem Altenpflegegesetz beginnen möchte, muss entweder einen Realschulabschluss oder einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss vorweisen. Möglich ist auch ein Hauptschulabschluss inklusive eines Abschlusses in einer anderen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Des Weiteren  wird ein anerkannter Abschluss einer Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe akzeptiert. Das sind die formalen Voraussetzungen. Wichtig, gerade in diesem sozialen Beruf, sind der persönliche Einsatz und der Wunsch, alte Menschen zu pflegen. Das verlangt nicht selten Geduld und Kommunikationsfähigkeiten, Flexibilität und Arbeitseinsatz mit Herz und Seele.

Die Ausbildung zum/r Altenpfleger/in kann in einer staatlichen oder in einer staatlich anerkannten Altenpflegeschule stattfinden. Die Anforderungen an Altenpflegeschulen oder deren staatliche Anerkennung werden von den Bundesländern geregelt. Sie stellen normalerweise auch die Rahmenlehrpläne auf, in denen die Vorgaben der Altenpflegeausbildungs- und -prüfungsverordnung für den Inhalt und Umfang des theoretischen und praktischen Unterrichts umgesetzt werden.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst mindestens 4.600 Stunden, die in Unterricht an einer Altenpflegeschule (2.100 Stunden) und in praktische Ausbildung (2.500 Stunden) aufgeteilt sind. Theorie und Praxis wechseln sich ab und sind meist in mehrwöchigen Blöcken zusammengefasst. Eine dreijährige Fachausbildung im Bereich der Altenpflege ermöglicht eine zukunftssichere und wohnortnahe Berufsarbeit auf verschiedenen Arbeitsfeldern, sowohl in der ambulanten, teilstationären und stationären Altenhilfe. Fort- und Weiterbildungen bieten darüber hinaus interessante Entwicklungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung oder in der Pflegeberatung von älteren Menschen -eine berufliche Basis für junge Menschen, aber auch für Quereinsteiger. Denn wer arbeitslos oder arbeitssuchend ist, kann sich bei der örtlichen Agentur für Arbeit über eventuelle Förderungen informieren. Die Ausbildung in der Altenpflege soll Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung der älteren Menschen erforderlich sind. Die genauen Aufgaben und Ziele sind detailliert im Altenpflegegesetz aufgezählt. Es ist letztendlich das Ziel, die Senioren in ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und zwar nicht nur körperlich, sondern auch auf die seelischen und sozialen Bedürfnisse der älteren Menschen einzuwirken. Im erweiterten Sinne bedeutet Altenpflege auch Unterstützung bei der Gestaltung der Freizeit oder die Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung.

Text: Andrea Weide, Foto Jörg Weide