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Ein Grund zum feiern.

10 Jahre Friesenanzeiger

„Liebe Leser, wir nehmen uns die die Freiheit, das Glas auf das eigene Wohl zu erheben.“ Vor fast genau zehn Jahren, nämlich am 28. März 2008, erlebte der Friesenanzeiger seine Wiedergeburt. An dem Tag rollte der LKW der Druckerei mit den ersten 5.000 Heften des gerade neu aufgelegten Magazins auf den Hof des kleinen Redaktionsbüros: Auf gutem Hochglanzpapier, gefüllt mit Geschichten, Berichten und Reportagen sowie Neuem aus der Husumer Wirtschaft – kurz – der Friesenanzeiger erfüllte alle Ansprüche, die die Kunden und die Leserschaft an ein veritables Stadtmagazin stellen konnten.

Die Anfänge des Magazins Friesenanzeiger, reichen bis in die Jahre vor der Jahrtausendwende zurück.
Zunächst unter dem Namen „Freizeitjournal“ in Händen einer kleinen ortsansässigen Offset-Druckerei, später dann unter dem Titel Friesenanzeiger als Nebenprodukt einer heute nicht mehr existierenden Husumer Werbeagentur.

Begonnen hatte die neue Ära ganz bescheiden in einer alten Stadtvilla in Husum als Untermieter.
Dirk Müller, Geschäftsführer der MSM Werbeagentur & Verlag GmbH: „Der Friesenanzeiger war schon damals eine kleine Perle in der regionalen Medienlandschaft mit viel Potential, dass es zu erkennen galt. Der Glanz, Zuverlässigkeit und Professionalität fehlten dem Magazin.“ Ein kleines Team tat sich zusammen und verfuhr kurz und bündig nach dem Motto „Vier Mann – vier Ecken“, was nichts anderes bedeutet, als gemeinsam anzupacken; rollte die Ärmel auf und machte sich ohne viel Federlesens an die Aufgabe, den Karren flottzukriegen. Dieses Team, gewissermaßen die Keimzelle des „neuen“ Friesenanzeigers, bestand aus fünf hoch motivierten Leuten mit Erfahrungen aus der Werbe- und Medienbranche. Neben Diplom-Betriebswirt Dirk Müller, der Mediengestalter Kai-Uwe Müller, Anke Schäfer als Mediaberaterin, Sonja Wenzel als Journalistin und Bürokaufmann Nils Winkler.

Als die erste Ausgabe des „neuen Friesenanzeigers“ unter die Leute gebracht wurde, waren alle daran Beteiligten berechtigterweise stolz auf das Geleistete. Das neue Layout des Friesenanzeigers war zu diesem Zeitpunkt keineswegs perfekt. Auch haperte es noch an einer ökonomisch vertretbaren Auflage und der Kostendruck war immens. Aber die Mitwirkenden witterten Morgenluft, wussten um die Möglichkeiten, aber auch, dass noch eine ganze Menge Pionierarbeit notwendig sein würde um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Eine stetig wachsende Crew war und ist stets auf seriöse Außenwirkung bedacht und sorgt von Anfang an dafür, dass sich der „neue Friesenanzeiger“ schnell in der Region etablierte. Die etwas holpernden Anfänge begleiteten viele Kunden, die bis auf den heutigen Tag dem Friesenanzeiger die Treue halten. Nachdem der Friesenanzeiger flächendeckend in Nordfriesland zu haben war, galt es weiter zu expandieren, so ging es zunächst über die Eider nach Dithmarschen. Das Verlagsbüro Dithmarschen wurde gegründet – von hier aus sind Inge Maeckel von Anfang an und später auch Ihre Tochter Tina Maeckel tätig. Das größer werdende Verteilgebiet (Süderlügum bis Brunsbüttel) führte selbstverständlich zu steigenden Auflagen und es wurde notwendig den Lesern und Inserenten auch regionale Inhalte zu bieten, sowie Möglichkeit regional zu werben. Mittlerweile ist der Friesenanzeiger im Landkreises Dithmarschen und im angrenzenden Steinburg zu einem festen Bestandteil der Medienlandschaft geworden. Zwischenzeitlich wurde der Friesenanzeiger Medienpartner/Förderer des erfolgreichen Handballbundesligisten SG Flensburg-Handewitt und später auch Mitglied im Club 100 Sport- und Wirtschaft e.V. Die Expansion sollte weiter voranschreiten und das Verteilgebiet wurde abermals erweitert um den Raum Flensburg und, bis heute ein Novum für den Friesenanzeiger, über die Grenze in das südliche Dänemark. Seitdem enthalten viele Ausgaben im Jahr Beiträge, die ins Dänische übersetzt werden, und jedes Mal wird im Team beraten, welche Themen auch für unsere nördlichen Nachbarn lesenswert sind.

Die Zeit steht für den Friesenanzeiger nicht still, denn seit einiger Zeit ist das Magazin dabei, sich im Kreis Schleswig-Flensburg zu etablieren –  schon länger getrennt nach regionalen Ausgaben, die spezielle Seiten für die Leser in Nord und Süd enthalten. Einen besonderen Schritt wagte der Friesenanzeiger für die Ostküstenregion und trug der Tatsache Rechnung, dass die Menschen dort recht wenig mit den Friesen der Westküste zu tun haben: „Küstenschnack“ heißt seit Februar diesen Jahres die Ausgabe speziell für das östliche Verbreitungsgebiet mit Inhalten, die besonders die Bewohner dort interessieren. Der „Küstenschnack“ wird übrigens von unserem neuen Mitarbeiter Sönke Schröder betreut, ein gestandener Medienprofi und waschechter Angelner.

Aktuell verfügt das in einem nach wie vor unabhängigen Verlag erscheinende Magazin über eine Auflage von monatlich 38.000 Exemplaren. Eine ständige Herausforderung für ein immer noch vergleichsweise kleines Team aus Mediengestaltern, Mediaberatern, Journalisten und Redakteuren ist es, vielen Ansprüchen gerecht werden zu müssen – und zu wollen: Mit Freundlichkeit und Verhandlungsgeschick die Mediaberatenden, mit künstlerischem und werbetechnisch geschultem Auge die Mitarbeitenden der Grafik und mit Gewandtheit im schriftlichen Ausdruck sowie aufmerksamer „journalistischer Distanz“ die redaktionellen Mitarbeitenden. Das Herzstück eines immer wieder niveauvollen, ansprechenden Blattes ist das „Hand-in-Hand-Arbeiten“, die Sorgfalt in allen Dingen, der Einfallsreichtum, die hin und wieder „schräge“ Idee, die charmant in Szene gesetzt wird.

Jede Arbeit erfordert gründliches, technisches Know-How. Das Endprodukt bietet nur dann gute Unterhaltung, wenn im Vorwege Überlegung, Sachkunde und Augenmaß walten. Keine Anzeige ist im Handumdrehen verkauft und ist auch nicht eben fix mal am Bildschirm als fertiges Produkt gesetzt. Sorgfältige Sichtung und Bearbeitung verlangen die Pressemitteilungen. Journalisten gehen „auf Termine“, die nicht immer direkt vor der Haustür liegen. Zuverlässigkeit ist beim Recherchieren und Flechten der Texte notwendig, Ideenreichtum beim Aufnehmen von Fotos, beim grafischen Aufbereiten des gesamten Materials: Das erfordert manche intensive Arbeitsstunde für das gesamte Team. Doch nicht nur die Leser und Anzeigenkunden freuen sich, wenn wieder ein tolles Monatsheft von den vielen zuverlässigen und freundlichen Auslieferern zur Verfügung gestellt wird: Auch die Blattmacher selbst schlagen ihr neuestes Produkt auf und sagen zufrieden: „Schön geworden“ – aber nie, ohne darüber nachzudenken, was zukünftig verbessert werden könnte, immer auf dem steinigen Weg zu einer – vielleicht unerreichbaren - Perfektion.

Unverwechselbar, aber trotzdem in stetem Wandel begriffen – das ist der Friesenanzeiger heute:  ein modernes Magazin für eine breite Leserschaft an den Küsten Schleswig-Holsteins mit hübsch verpackten Informationen über Land und Leute, über Unternehmen und Neuigkeiten, über neue Trends und jene Dinge, die das Leben freundlich und angenehm machen. Das Team des Friesenanzeigers freut sich auf die nächsten 10 Jahre - gemeinsam mit Ihnen.

Das letzte Wort hat der Verleger: „Im Namen des gesamten Teams bedanke ich mich bei allen Kunden für das Vertrauen und bei unserer Leserschaft für die Treue. Ein riesiges Dankeschön gilt dem gesamten Team aus Festangestellten und Freiberuflern, die jeden Monat Erstaunliches leisten. Und dann noch ein besonderer Dank an alle, die oftmals im Hintergrund wirken und für die gesamte Logistik des Friesenanzeigers sorgen sowie unseren immer zuverlässigen Verteilern.“

Text: Sonja Wenzel