Samstag, 24. August 2019    19:56

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"Spritziger Spaß" von Stand Up Paddeling bis Flyboarding: Die neusten Wassersport-Trends

Mit „Wassersport“ verbindet jeder etwas anderes. Manche möchten in aller Ruhe und Gemächlichkeit ihre Bahnen im Wasser ziehen oder bloß ein wenig planschen. Andere wollen die allerneuesten Wassersport-Trends ausprobieren. Zunächst sollte man sich gründlich informieren, welche Wassersportart man wo ausüben kann, denn nicht alles geht überall. Darüber hinaus gilt: Wer aufs Wasser geht, sollte sicher schwimmen können und nicht zimperlich sein. Auf dem Wasser ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv: Sonnenhut, Sonnenbrille und -creme nicht vergessen – auch nicht die Wasserflasche. Um einige Ortskenntnisse sollte man sich bemühen. Und wer sich actionreich auf dem Wasser bewegen will: Oft ist ein Neopren-Anzug unerlässlich, auch ein Helm gehört häufig zur Standardausrüstung. Zu guter Letzt noch ein erhobener Zeigefinger: Niemand sollte mit „vollem Bauch“ oder überhitzt ins Wasser gehen.

SUP – Stehpaddeln auf dem Wasser

Seit wenigen Jahren ist die Trendsportart „Stand Up Paddling“, auf Deutsch auch „Stehpaddeln“ genannt, in unseren Breiten bekannt und beliebt geworden. Auf einem großen, zwischen 1,80 und vier Meter langen Board aufrecht stehend und mit einem Stechpaddel bewaffnet, ist ein sanftes Vorangleiten garantiert. Diese Art der Fortbewegung auf dem Wasser geht zurück auf die polynesischen Fischer, die ihre Kanus vor Tahiti im Stehen voran bewegten. Über Hawaii kam das Stand Up Paddling auch nach Europa. Der große Vorteil dieser Sportart beispielsweise gegenüber dem Surfen ist, dass man sie auch ohne Wind und Wellen ausüben kann. Auf Flüssen, auf Seen – und freilich auch auf Nord- und Ostsee – ist Stand Up Paddling mittlerweile ein großer Renner geworden. Neu ist das Riesen-SUP. Hier steht man mit mehreren auf einem großen Board – ein Bombenspaß!

Hovercraft: Fast wie ein Jetski

Die Wassersport-Neuheit Hovercraft ist was für Wagemutige. Schon länger werden Hovercrafts als Einsatzfahrzeuge für Feuerwehren, Rettungsdienste auf dem Wasser oder für den Wasserbau benutzt. Langsam rücken sie auch in der Freizeitbranche in den Fokus. Mit dem Luftkissenfahrzeug geht es über Sand oder Wasser. Das Fahrgefühl ist vergleichbar mit dem eines Jetskis. Wer sich mit einem Hovercraft ins Abenteuer stürzt, braucht aber auch Anleitung und Übung: Mit einer Stunde „und dann ab aufs Wasser“ ist es nicht getan: Theoretische Kenntnisse und Fahrfertigkeiten sind unerlässlich. Hovercrafts eignen sich auch für Events, an die die Teilnehmer noch lange zurückdenken werden.

Flyboarding: James Bond-Feeling

Angst haben ist beim Flyboarding unpassend: Denn hier werden Abenteuerlustige auf ein Board geschnallt, das mit zwei stabilen Wasserfontänen angehoben wird. Das Board wird von einem Jetski gezogen. Diese Freizeitbetätigung ist relativ teuer. Außerdem braucht man dafür einige Übung: Die Körperspannung muss trainiert werden, sonst klappt es nicht. Eins ist sicher: Flyboarding gibt coole Urlaubsfotos.

Foiling oder Hydrofoil-Sailing: Segeln auf Stelzen

„Foil“ ist ein dünnes Blech aus Metall. „Foils“, dünne Stelzen, lassen Segelboote „abheben“. Ein Segelboot das für „Foiling“ geeignet ist, hat zwei Rümpfe; es sieht also aus wie ein kleiner Katamaran. Versierte schaffen es so viel Wind in die Segel zu bekommen, dass sie mit dem Boot „abheben“: die Stelzen an der Unterseite des Katamarans gleiten über das Wasser. Es zischt nur ganz leise und die Stelzen geben eine kaum wahrnehmbare Spur im Wasser. Für ganz normale Wassersportler gibt es an vielen Urlaubsorten zwei- bis dreistündige Einsteigerkurse: Viel Spaß beim Fliegen über das Wasser.

Tubing

Hier sitzt man in einen großen, mit Luft gefüllten „Reifen“, der von einem Boot gezogen wird. Tubing macht besonders in Gruppen mit Freunden und in badewannenwarmem Wasser Spaß.

SwimRun

Bei dieser neuen Ausdauersportart aus Schweden endet der Trail nicht am Ufer. Swim Runner sind überall dort zu Hause, wo es Seen, Flüsse und Inseln gibt. Die Natur gibt die Distanzen vor. Die beiden Disziplinen Laufen und Schwimmen wechseln sich ständig ab und es gibt keine definierten Abschnitte. Zur Ausrüstung gehören ein Neoprenanzug und schnell trocknende Trailschuhe.

Text: Sonja Wenzel, Fotos: Fotolia