Freitag, 22. März 2019    13:47

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Heilerziehungspfleger/in - ein Beruf mit Zukunft

Wer die Arbeit mit Menschen liebt, einfühlsam und geduldig ist, hat grundsätzlich gute Chancen als Heilerziehungspfleger oder -pflegerin seine berufliche Erfüllung zu finden. Voraussetzung dafür ist ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit sowie die Fähigkeit Konflikte zu lösen. 

In diesem Beruf betreut man Personen mit psychischen, geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Man fördert ihre natürlichen Ressourcen und hilft behutsam dort nach, wo Unterstützung notwendig ist. Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen unterstützen ihre Klienten je nach Bedarf in allen Lebensbereichen, bei der Körperpflege und Nahrungsaufnahme, der Tagesgestaltung, der beruflichen und schulischen Eingliederung, bei emotionalen und sozialen Problemen oder bei Behördengängen. Wesentliche Ziele hierbei sind die Selbstbestimmung der Klienten, die Erhöhung der Lebensqualität, die Verselbstständigung sowie eine größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Um den vielfältigen Anforderungen der Berufspraxis gewachsen zu sein, werden angehende Heilerziehungspfleger/-innen in den Bereichen Pädagogik, Pflege und Psychologie intensiv ausgebildet. Des Weiteren setzen sie sich mit ethischen Fragestellungen, unterschiedlichen Behinderungsbildern und rechtlichen Grundlagen auseinander.

Heilerziehungspfleger sind pädagogisch-pflegerische Fachkräfte, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Förderbedarf betreuen. Sie sind dabei in den verschiedensten Arbeitsfeldern tätig: In Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen, in Wohneinrichtungen, Kliniken und in Werkstätten. In der Beruflichen Schule in Husum werden staatlich geprüfte Heilerziehungspfleger ausgebildet. Es gibt einen zweijährigen und einen dreijährigen Bildungsgang.

Wohnheim für Menschen mit Behinderung

„Ich helfe Bewohnern in ihrem Alltag. Neben der Grundpflege biete ich ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten an oder begleite sie zu Therapien wie zur Ergotherapie oder zum heilpädagogischen Reiten.“

Kindergarten 

„Mein Arbeitsfeld ist der Kindergarten. Hier arbeite ich als Gruppenleitung und kümmere ich mich um Kinder mit und ohne Förderbedarf.“

Betreutes Wohnen (Psychiatrie) 

„Ich unterstütze Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen dabei, ihren Alltag zu strukturieren, beim Einkaufen, bei Ämtergängen, bei Mahlzeiten und beim Gespräche führen.“

Jugendhilfeeinrichtung

„Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrer Familie wohnen können. Der Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit ist die Förderung sozialer Kompetenzen und die Verselbstständigung.“

Nähere Informationen zu Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsinhalten unter:
www.bs-husum.de

Text: Berufliche Schule Husum/Sonja Wenzel, Fotos: Berufliche Schule Husum