Montag, 28. Mai 2018    09:28


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Zur Ruhe kommen mit einer Klangmassage

Wer sich eine Klangmassage gönnt, begibt sich, eingehüllt in die Schwingungen und den sanften Ton von metallenen Klangschalen, auf eine angenehme, schwebende Reise zur eigenen Mitte, schüttelt für eine Weile belastendes Gedankengut ab, fokussiert sich neu und tankt frische Kraft. Die Klangmassage-Praktikerin Kristina Jelinski hat ihren „Klangsalon“ in Ostenfeld in der Norderreihe 12 a eingerichtet: Ein kleiner Raum, der in seiner freundlichen Schlichtheit ein Gefühl von Geborgenheit und Ruhe vermittelt. 

Die Therapieschalen werden bei einer Massageanwendung auf dem Körper des Klienten platziert. Ihre melodischen, beruhigenden Töne werden den Schalen mit einem Schlägel entlockt. Für besondere Anwendungen, wie Klangreisen oder Klangkonzerte, gibt es weitere Schalen in unterschiedlichen Größen und Formen. Sie bestehen aus einer Legierung verschiedener Metalle, deren Hauptanteil Messing ist. Sie werden in Nepal sorgfältig geschmiedet und hier einer bestimmten Qualitätskontrolle unterzogen. Die Schalen müssen ein bestimmtes Frequenzspektrum abdecken und eine bestimmte Schwingungsdauer aufweisen. Klangschalen beeinflussen den menschlichen Organismus auf mehreren Ebenen: Da ist zunächst die angenehme Akustik. Außerdem besteht der Körper zu einem Großteil aus Wasser. Die Schwingungen durchdringen die Körperflüssigkeit: Das führt zu einer inneren Neuordnung. Der Körper nimmt die Schwingung und die Frequenz des Klangs auf und nutzt diese dort, wo sie gerade gebraucht werden. So wird Kraft für neue Aktivitäten geschöpft. Klangmassagen fördern die psychische Stabilität, die Erdung im „Hier und Jetzt“ sowie die Entspannung. Bei allen positiven Eigenschaften einer Klangmassage sollten Risikofaktoren wie eine Schwangerschaft im ersten Drittel dennoch ausgeschlossen werden. „Die Klangmassage bietet eine wunderbare Möglichkeit, eine sanfte Entspannung herbeizuführen bei jedweder Art von Verspannungen, wie Menstruationsbeschwerden, Rücken-, Muskel- oder Kopfschmerzen. Auch als Begleittherapie in Kliniken, bei der Schmerz- und Psychotherapie wird die Klangmassage eingesetzt“, sagt Klangmassage-Praktikerin Britta Johannsen, die eine Praxis für Reiki, Kinesiologie und Klangmassagen in Lehe führt. Die Klänge der Schalen bieten nach ihrer Schilderung Geborgenheit, gestatten dem Menschen den Kontakt mit seinem natürlichen Urvertrauen und ermöglichen ein tiefes Loslassen. „Bei meiner Arbeit in Seniorenheimen und mit Menschen mit Autismus gibt der Klang wieder Halt und Sicherheit. Wohlbefinden, Wahrnehmungserfahrungen und das Hören und Spüren stehen im Vordergrund“, sagt sie. Es sei immer wieder beeindruckend, wie Klangschalen den Menschen tief berühren können. 

Klangmassagen können erlernt werden nach der Methode von Peter Hess, dem es gelungen ist, das uralte Wissen der Himalaya-Bewohner über Klang und Rhythmus und deren heilsame Wirkung auf Körper, Geist und Seele an die Bedürfnisse der Menschen im Westen anzupassen. Das Peter Hess-Institut kooperiert mit Medizinern, die Klangschalen-Therapien in der Psychiatrie, in der Neurologie, bei Demenz und Schlaganfall und sogar bei Kindern zur Konzentrationsförderung erfolgreich anwenden. Klangmassagen werden auch zur Entspannung angeboten – sie tun den Menschen etwas Gutes. 

Text und Foto links: Sonja Wenzel