Dienstag, 04. Oktober 2022    05:53

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Prächtige Farbenvielfalt im spätsommerlichen Garten

Ab September und auch schon früher leuchten die intensiven Farben von Astern, Dahlien und Chrysanthemen in Gärten und auf Balkonen. Diese drei Pflanzengattungen gehören zur großen Familie der Korbblütler. Ihre Farb- und Formenvielfalt ist beeindruckend. Astern, intensiv bunt gefärbt, sind die typischen, robusten Herbstblumen schlechthin. Ihre Ansprüche an den Standort sind gering. Es gibt hoch und niedrig wachsende Sorten, viele von ihnen breiten sich gern in alle Richtungen aus und können auch ungünstige Standorte innerhalb kürzester Zeit in ein einziges, farbiges Blütenmeer verwandeln. Astern sind mehrjährig und werden manchmal „blühfaul“. Dann heißt es, einfach die Wurzelstöcke teilen – das muntert sie auf. Während der kalten Jahreszeit können sie in Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon überwintern. Das alte Laub kann ein wenig eingekürzt, aber nicht bis auf den Grund zurückgeschnitten werden. In ihrem Winterlager lieben sie es hell, aber nicht sonnig. Außerdem sollte es kühl und windgeschützt sein. Chrysanthemen gehören zu den „Kurztagpflanzen“ mit bis zu 40 Tagen Blühdauer. Sie bilden erst dann viele Knospen aus, wenn die Tageslänge unter zwölf Stunden liegt. Das ist im September der Fall. Man kann sie auch „überlisten“ und ihnen durch Abdeckung der Töpfe mit Folie kürzere Tage vorgaukeln. Dann treiben sie eher Knospen. Sie sind sonnenhungrig und stets durstig, außerdem kaum frosthart: Wird es kälter als minus zwei Grad, sterben sie ab. Späte Sorten sind widerstandsfähiger. Sind Nachtfröste angekündigt, können die Pflanzen zum Schutz abgedeckt werden. Zur Überwinterung ist ein heller Standort bei höchstens acht Grad am besten geeignet. Die Erde darf in der Ruhezeit nicht austrocknen. Ist das Frühjahr milde, kann man sie ab April wieder ins Beet setzen. Dahlien Für Dahlienliebhaber lohnt sich ein Besuch im „Dahliengarten“, der im Hamburger Volkspark liegt. Der Garten ist in den 1920er Jahren traumhaft angelegt worden. Hier sind auf 15.000 Quadratmetern mehr als 600 Dahliensorten zu bewundern. Dahlien sind Korbblütler, die ursprünglich aus Mexiko stammen. Sie lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort und nährstoffreichen Boden. Die Pflanzen sind etwas anspruchsvoll – ihre Knollen vertragen keinen Frost und müssen im Herbst ausgegraben und kühl und dunkel gelagert werden. Am besten ist es, sie in eine Holzkiste zu geben und eine dünne Schicht Torf darüberzustreuen. Ideal sind fünf Grad Celsius Lagertemperatur, so dass sie nicht austreiben. Ist im Frühling die Gefahr von Spätfrösten vorüber, können die Knollen wieder in den Garten – fünf Zentimeter Pflanztiefe ist ideal. Die Knollen sind übrigens essbar und werden noch heute in Teilen Mittelamerikas – wie Kartoffeln gekocht – verzehrt. Sogar die Blütenblätter können eine Salatbeigabe darstellen. Dennoch sollten wir sie lieber nur als Zierpflanze sehen, weil die meisten von ihnen faserig und nicht besonders wohlschmeckend sind. Text und Fotos: Sonja Wenzel