Sonntag, 29. März 2020    05:01


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Pflegeleichter Garten mit Bodendeckern

Wer sich in der Natur genau umschaut wird feststellen, dass es nur sehr wenige Stellen gibt, an denen der Erdboden unbewachsen ist. Mit ihren Blättern beschatten Pflanzen den Grund und schützen ihn vor dem Austrocknen. Mit ihren Wurzeln wirken sie der Bodenerosion entgegen: Es ist allgemein bekannt, dass kahle Hänge viel eher zum „Absturz“ neigen als solche, die bewachsen sind. Pflanzenbewuchs fördert zudem die Besiedelung des Bodens mit wichtigen Kleinstlebewesen und bildet im Laufe der Zeit eine Humusschicht.  

Was sind Bodendecker?

Gartenfreunden mit dem Wunsch nach einem „pflegeleichten Garten“ kommen Bodendecker sehr entgegen. Unter „Bodendeckern“ fasst man Stauden, die eher in die Breite als in die Höhe gehen, Polstergewächse – wie Mauerpfeffer und Blaukissen - sowie Kräuter und Gräser zusammen. Bodendeckende Pflanzen tun das, was ihr Name sagt: Sie bedecken den Boden ganzjährig mit einer geschlossenen, grünen – vorzugsweise im Sommer auch blühenden – „Schicht“ und unterdrücken so unerwünschten Bewuchs von Wildkräutern, wie Giersch, Löwenzahn oder Brennnesseln. Mit Bodendeckern lassen sich interessante Akzente in jedem Garten setzen, denn die Blatt- und Blütenvielfalt ist erstaunlich groß. Viele haben bunte, dekorative Blätter, sie blühen in Weiß, Blau und Gelb, in Purpurrot und Tiefviolett. Man kann sie klassischerweise an Rändern und Abhängen pflanzen. Hier halten sie die Erde mit ihren Wurzeln fest und erleichtern die Gartenarbeit ungemein. Auch an schattigen Stellen, wie hinter Mauern und unter Bäumen, gedeihen die richtigen Bodendecker prächtig. Zwischen hohen Stauden können kleine, flache Polster aus Bodendeckern auflockernd wirken. Wer es leid ist zwischen Büschen herumzukriechen und Kraut zu jäten, kann an diesen Stellen Bodendecker pflanzen. Fachbetriebe helfen gern weiter, wenn es um die Auswahl der passenden Bodendecker für einen bestimmten Standort geht.

Nur wenig Pflege nötig

Grundsätzlich sind Bodendecker relativ anspruchslos. Man kann sie im Frühjahr, Sommer oder im frühen Herbst pflanzen. Werden winterharte Bodendecker im Herbst eingesetzt, haben sie sich im Frühjahr akklimatisiert und können richtig loslegen. Beim Einpflanzen bewähren sich einige Hornspäne an den Fuß des Pflanzloches: Organischer Dünger sorgt für ein gesundes, maßvolles Wachstum. Sind sie eingepflanzt worden, müssen sie die nächsten Tage immer gut gewässert werden. Haben sie sich nach ein paar Tagen an ihren Standort gewöhnt, brauchen sie kein zusätzliches Wasser mehr, denn ihr Blattwerk schützt den sie umgebenden Boden vor dem Austrocknen. An heißen Sommertagen empfiehlt sich der eine oder andere Schluck zusätzliches Wasser aus der Gießkanne. Schneiden sollte man Bodendecker auch hin und wieder, etwa zwei bis vier Mal jährlich, es sei denn, man liebt über den Rand hinausquellende Polster, so, wie sie beispielsweise der Mauerpfeffer bildet. Grundsätzlich haben Bodendecker nichts dagegen, wenn man sie nicht nur in der Höhe abzwackt, sondern auch strubbelige Ränder begradigt.

Text: Sonja Wenzel, Fotos: pixabay