Samstag, 31. Juli 2021    05:43

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10 Jahre Tourismus Marketing Service Büsum

„BÜSUM IST ZUKUNFTSFÄHIG AUFGESTELLT“

 

Die TMS Büsum feiert in diesen Wochen ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Grund zum Feiern und für den Friesenanzeiger ein willkommener Anlass, mit dem Geschäftsführer Olaf Raffel ein ausführliches Gespräch zu führen.

Herr Raffel, herzlichen Glückwunsch an Sie und an Ihr gesamtes Team zum Jubiläum. Blicken Sie heute auf eine erfolgreiche Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren zurück?

Ja! Büsum hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem modernen, vielseitigen und unglaublich beliebten Urlaubsziel entwickelt. Büsum zählt, gemessen an den Übernachtungen, zu den Top 10-Urlaubsorten im Reiseland Schleswig-Holstein und zu den Top 3-Tourismusorten an der Westküste. Für das Jahr 2019 wurden 2 Mio. Übernachtungen erfasst. Auch außerhalb der Hauptferienzeiten wird das Nordsee-Heilbad immer stärker besucht und befindet sich auf einem guten Weg, sich als attraktives ganzjähriges Urlaubsziel zu etablieren.

Wie konnten diese Erfolge erreicht werden? Wie hat sich die TMS aufgestellt? Und findet die TMS Rückhalt bei den Büsumern?

Die touristische Entwicklung Büsums in den letzten Jahren ist in der Tat bemerkenswert. Noch vor gut einem Jahrzehnt hätte manch einer diese, so wie nun Realität geworden, nicht für möglich gehalten. Die professionelle Arbeit der TMS hat Büsum, natürlich immer in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren, nachweislich nach vorn gebracht. Der Tourismus ist zum bedeutendsten Wirtschaftsfaktor mit weiterhin starkem Entwicklungspotenzial und landkreisweiter Strahlkraft geworden. Er sichert inzwischen für ca. 7.000 Menschen Arbeit und Einkommen.

Darüber hinaus fördern die touristischen Angebote das positive Image Büsums und zahlt darüber hinaus auch ein in die Lebensqualität der Büsumerinnen und Büsumer. Dies wirkt sich vorteilhaft auf andere Wirtschaftssektoren, das Standortmarketing und das Werben um Fachkräfte aus. Inzwischen erwirtschaftet die Tourismusbranche in Büsum einen Bruttoumsatz von nahezu 180 Mio. Euro jährlich. Hoteliers, Gastronomen und Privatvermieter profitieren in gleichem Maße vom Tourismus wie der Einzelhandel, Dienstleistungsunternehmen und Verkehrsbetriebe sowie nachgelagerte Branchen wie z. B. das Handwerk. Der TMS ist es gelungen, den Tourismus breiter aufzustellen und ihm ein Gesicht zu geben – das schafft Rückhalt und Zuspruch aus dem Ort.

Welche Projekte in den vergangenen Jahren würden Sie besonders hervorheben wollen?

Insbesondere die Projekte Wasserkante mit Familienlagune Perlebucht (2012 - 2013) und Deichverstärkung (2013 - 2015) sowie Watt’n Hus (2017 – 2018) mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 30 Mio. Euro konnten einen wichtigen Beitrag zur zeitgemäßen Qualitätssicherung und -steigerung im Bereich der Basisinfrastrukturen leisten. Sie sind, zusammen mit dem aktuellen Bauprojekt „Meerzeit Büsum Wellenbad und Spa“, in ihrer Gesamtheit ein Sinnbild der Neupositionierung Büsums.

Durch die innovativen, öffentlichen touristischen Angebote konnten gezielt Anreize für privates Investment gegeben werden. Die Privatwirtschaft hat in den letzten Jahren spürbar investiert – bisher geschätzte 130 Mio. Euro - beziehungsweise plant sie nach wie vor entsprechende Investitionen.

Welche Erwartungen dürfen wir an die kommenden Jahre haben? Wie wird sich Büsum und wie wird sich die TMS in den nächsten 10 Jahren entwickeln?

Inzwischen stärkt die TMS über Standortmarketing ganz gezielt das Seminar- und Tagungsgeschäft und rückt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus der Vermarktung. In Büsum wird nach wie vor eine Aufwärtsbewegung im Tourismus erkennbar sein mit einer weiteren Verjüngung des Publikums. Und selbst Corona, die große Herausforderung der Jahre 2020 und 2021, hat Büsum nicht in die Knie zwingen können. Wir können uns alle sehr glücklich schätzen, dass Büsum im Vergleich zu anderen Orten in Deutschland bisher so glimpflich davongekommen ist. Die Investitionen der letzten zehn Jahre waren die richtige Entscheidung, um Büsum zukunftsfähig aufzustellen. Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächsten zehn Jahre.