Mittwoch, 12. August 2020    17:47

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VHS HEIDE UNTER NEUER LEITUNG

Katharina Hammann übernimmt Verantwortung in schwierigen Zeiten

Katharina Hammann (34) hat zum 1. Juli 2019 die Leitung der Volkshochschule Heide übernommen. Ausgangspunkt für die Neubesetzung war dabei die Entscheidung der Stadt Heide, den Aufgabenbereich Städtischer Kulturbetrieb aus der Zuständigkeit der VHS-Leitung herauszulösen, um die Museumsinsel Lüttenheid und das Stadtarchiv organisatorisch zu stärken. Die langjährige Chefin der VHS, Dr. Telse Lubitz, übernahm diese Aufgabe selbst und legte die Leitung der VHS Heide in die Hände von Katharina Hammann. Diese gehörte bereits seit 2017 als pädagogische Mitarbeiterin zum Team und startete in ihr neues Amt direkt mit den Feierlichkeiten zu „100 Jahre Volkshochschule Heide“.

Die Volkshochschule Heide ist mit einem umfangreichen Kursprogramm und langjähriger Tradition eine der wichtigsten Adressen für Erwachsenenbildung in Heide. Sprachen, Kunst und Kultur, Gesundheit und Computerkenntnisse gehören dabei schon länger fest ins Themenspektrum und werden in zahlreichen Kursen angeboten. Katharina Hammann hat es sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, hier noch stärker die politische Bildung zu verankern.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der neuen VHS-Chefin ist die technische Modernisierung der Gruppenräume, zum Beispiel durch die Ausstattung mit so genannten SmartBoards, also interaktiven Anzeigenflächen, die an die Stelle der Tafeln treten können. Wenn Katharina Hammann von mehr Digitalisierung spricht, meint sie aber nicht nur die technische Aufrüstung, sondern auch die Erweiterung der digitalen Angebote. Dafür wird in Heide nun auch die vhs.cloud genutzt, ein Online-Netzwerk für Volkshochschulen, eingerichtet vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. Die VHS Heide nutzt diese Plattform, um ihren Kursteilnehmenden den Zugriff auf digitale Inhalte zu ermöglichen, die dort zuvor von den Kursleitern eingestellt wurden. Damit kann nicht nur das volle multimediale Spektrum moderner Lehrmittel ausgeschöpft werden. Die vhs.cloud kann auch die direkte Kommunikation zwischen Lehrkraft und den Kursteilnehmenden erleichtern. Arbeitsaufträge oder Informationen können dadurch auch ganz ohne den persönlichen Kontakt vermittelt werden.

Wie wichtig diese digitale Plattform von einem Tag auf den nächsten werden würde, hat die Corona-Krise allen deutlich gemacht.

Die Maßnahmen der Landesregierung Schleswig-Holsteins von Mitte März zogen ein Betretungsverbot der VHS nach sich. Damit kam das gerade begonnene Frühjahrsprogramm abrupt zum Stehen, alle Veranstaltungstermine wurden abgesagt. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der Einführung der vhs.cloud bereits begonnen hatten und erste Erfahrungen sammeln konnten. Jetzt wollen wir auf diesem Weg unseren Kursteilnehmern neue Angebote machen“, ist von Katharina Hammann aktuell zu erfahren. Zunächst werden das Vorträge sein, die im Livestream angeschaut werden können. Alle abgebrochenen Kurse nun über Nacht in ein Onlineformat umzuwandeln, sei leider nicht möglich. Der Aufwand, jedes einzelne Kurskonzept auf Onlineunterricht umzuschreiben, ist dabei nur eine der Herausforderungen. Eine andere ist, dass bei weitem nicht allen Kursleitern geeignete technische Ressourcen zur Verfügung stehen.

Der Weg, in einem Großteil der Kurse künftig feste digitale Bestandteile einzuplanen, ist für die VHS-Chefin aber nun klar vorgeschrieben: „Bereits im Herbstprogramm 2020/21 werden alle Kurse entsprechend markiert sein, wenn Sie mindestens teilweise die vhs.cloud einbeziehen.“ Einen kompletten Verzicht auf den Präsenzunterricht in der VHS steht dabei aber selbstverständlich nicht zur Debatte. „Der soziale Aspekt, das Lernen in einer Gruppe mit all seinen Interaktionen, ist und bleibt für die Erwachsenbildung in Heide unverzichtbar“, stellt Katharina Hammann klar.

Mehr über die neuen Online-Angebote finden Sie unter: https://vhs.heide.de/