Mittwoch, 01. April 2020    07:51


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Mechatroniker für Kältetechnik: Ein cooler Beruf mit Zukunft

Der Beruf des Mechatronikers ist jedem ein Begriff, insbesondere im Kraftfahrzeugwesen. „In der Kältetechnik ist der Bekanntheitsgrad jedoch geringer“, bedauert Kai Fieles, Geschäftsführer der Firma Fieles Dithmarscher Kältetechnik – also ein Mann vom Fach. Der Familienbetrieb hat seit 68 Jahren seinen Sitz in Marne und ist für Privatpersonen, Firmen und Institutionen der Region ein verlässlicher Partner im Bereich Kälte, Klima- und Lüftungstechnik. „Unsere Schwerpunkte haben wir explizit auf den Bau von Komplettkühlhallen für die Lebensmittelindustrie, die Kühlung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie Prozess- und Komfortlüftungsanlagen gelegt“, macht Kai Fieles deutlich und fügt hinzu: „Wir haben ein kompetentes Team in jeder Sparte, das zudem Hand in Hand arbeitet. So können wir unseren Kunden optimale Lösungen zu jedem Anlagenbau bieten. Aber auch nach der Montage hört unser Service nicht auf. Wartung und Instandsetzung gehören ebenso selbstverständlich zu unserem Kundendienst.“

Im Fokus der Dithmarscher Firma steht aber auch die Ausbildung von Fachmonteuren. Der Beruf ist im wahrsten Sinne des Wortes „cool“. Ein Mechatroniker für Kältetechnik ist Fachmann für Kälte- und Klimaanlagen. Dabei handelt es sich nicht um den kleinen Kühlschrank aus der Küche, sondern die Fachmänner und Fachfrauen sind mittlerweile in Industrie, Forschung und Medizin unentbehrlich. Darüber hinaus übernehmen sie Verantwortung für Klima und Umwelt und sorgen beispielsweise auch für eine staubfreie Basis bei der Computerchip-Produktion, für ökonomische Energieeinsparung in Gebäuden oder keimfreie Operationssäle. Klimaanlagen können also nicht nur den Raum kühlen, auch wenn das oft als ihre Hauptaufgabe angesehen wird. Vielmehr können sie die Luft auch filtern, befeuchten, die Feuchtigkeit entziehen oder sogar heizen.

Die Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Voraussetzung ist bestenfalls die mittlere Reife. „Wichtiger als das Zeugnis ist die Liebe zum Beruf und das Interesse an handwerklicher Arbeit“, sagt Kai Fieles. „Wir empfehlen jedem vor der Berufsentscheidung ein Praktikum zu absolvieren. Das wird bei uns so durchgeführt – mit positivem Erfolg. So sehen beide Seiten, Ausbilder und Auszubildender, ob dieser Berufszweig endgültig passt. Letztendlich können dreieinhalb Ausbildungsjahre eine lange Zeit sein, wenn der Beruf nicht gefällt.“

Es gibt auch die Möglichkeit, bei guter Leistung die Ausbildungszeit zu verkürzen, aber davon rät Kai Fieles ab: „Das Berufsbild ist sehr komplex. Der schulische Zweig ist dabei ebenso Thema, wie auch die praktischen Arbeiten, die eine hohe Anforderung an die Auszubildenden stellen.“ Er habe selbst Kälteanlagenbau in Hamburg von der Pike auf gelernt. Zu diesem Weg habe er sich entschlossen, weil er den elterlichen Betrieb in mittlerweile dritter Generation übernehme wollte.

Kai Fieles beschreibt das Berufsbild des Mechatronikers für Kältetechnik als „McGyver des Handwerks“. Der Fachmann für Kälte- und Klimatechnik ist in beinahe allen Zweigen des Handwerks unterwegs – gefordert werden im Arbeitsalltag unter anderem physikalisches und technisches Verständnis, sowie handwerkliches Geschick und Offenheit für technologische Neuerungen.

Nach der Ausbildung hat ein Mechatroniker für Kältetechnik sehr gute Perspektiven auf dem Stellenmarkt. Gerade weil dies ein Beruf ist, in dem sich die Technologie rasant weiterentwickelt, gibt es darüber hinaus eine Fülle von Aufstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel über die Meisterausbildung oder ein Ingenieurstudium. „Unsere Auszubildenden und Gesellen erwartet in unserem Betrieb ein spannender und sicherer Arbeitsplatz in einem tollen Team, bei Interesse auch regelmäßige Weiter- und Fortbildungsangebote sowie eine vernünftige Entlohnung. Wer also einmal in den Beruf reinschnuppern möchte, darf sich gerne bei uns melden“, so Kai Fieles abschließend.

Text: Andrea Weide, Fotos: Jörg Weide