Mittwoch, 12. August 2020    16:59


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Ein Beruf mit Zukunft:
Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

Land- und Baumaschinenmechatroniker/innen warten und reparieren Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Geräte, die in der Land- und Bauwirtschaft eingesetzt werden, wie Traktoren, Feldhäcksler, Erntemaschinen, Futter- und Heumaschinen sowie Teleskoplader, Bagger, Schaufellader, Planierraupen und viele mehr. Aber nicht nur die großen Maschinen gehören zu den Arbeitsgebieten, sondern auch Kleingeräte, wie Rasenmäher oder Motorsägen. Land- und Baumaschinenmechatroniker haben es mit ganz verschiedenen Fahrzeugtypen zu tun.

Und auch in Sachen Technik gibt es große Unterschiede: Mal geht es in einem Auftrag darum, an einem alten Oldtimer-Traktor herumzuschrauben, in dem überhaupt keine Elektronik verbaut wurde, ein anderes Mal um neue Hightech-Geräte wie einen GPS-gesteuerten Gabelstapler. „Heutzutage geht in diesem Beruf nichts mehr ohne Laptop und Interface, weil in den modernen Geräten, Maschinen und Fahrzeugen viel Elektronik eingebaut ist – das ist einfach Standard und ist auch die Zukunft“, sagt Sönke Wiegel, Obermeister der Landesinnung „LandBauTechnik Nord“.

Der/die Land- und Baumaschinenmechatroniker/in ist ein dreieinhalbjähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung findet im dualen System statt, das heißt, sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. „Sie hat es in sich – und sie hat Einiges zu bieten: Fachwissen, das international gefragt ist, Erfahrungen, die deinen Horizont erweitern, Zukunftsaussichten, die dich auch nach deiner Ausbildung weiterbringen. Und dabei macht sie auch noch Spaß, denn die Inhalte deiner Ausbildung sind faszinierend und abwechslungsreich“, heißt es auf der Internetseite der „LandBauTechnik Nord“.

Dazu gehören unter anderem: Diagnosetechnik, Prüfen, Messen, Kontrollieren, Justieren, Warten, Instandhalten und Instandsetzen, sowie Montieren, Demontieren, Aus- und Umrüsten, Elektronik und permanente Weiterbildung durch Hersteller. Gerade, weil inzwischen viel Hightech in Mähdreschern, Staplern und ähnlichen Maschinen steckt, werden Land- und Baumaschinenmechatroniker als Experten gesucht.

Die Zeiten, in denen man in diesem Beruf nur das Schweißgerät und den Hammer brauchte, sind definitiv vorbei. Kurzum: Mit diesem Werdegang wählt man einen Beruf mit Zukunft aus. So sind auch die beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten vielversprechend. Wer Lust auf mehr hat, kann sich beispielsweise zum Meister oder Techniker ausbilden lassen. Und hat man den Meisterbrief in der Tasche, eröffnet ein Studium weitere Berufs- und Karrierechancen, zum Beispiel durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Fahrzeugtechnik, Maschinenbau oder im Agrarbereich - ohne ein Abitur haben zu müssen.

Text: Jörg Kasischke, Fotos: AdobeStock