Dienstag, 19. November 2019    07:01


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IZMIR

Izmir – ein Name, der klingt wie aus einem Märchen aus tausendundeiner Nacht; dabei ist „die westlichste Stadt der Türkei“ gar nicht so schrecklich weit weg: Innerhalb von etwa drei Stunden ist sie in einem direkten Mittelstreckenflug ab Hamburg erreichbar. Von einer Städtereise nach Izmir, die aus dem üblichen Rahmen herausfällt, ist Andrea Kößmeier von Husumer Reisebüro erst kürzlich zurückgekehrt: „Die Stadt ist sehr türkisch und ursprünglich. Sie hat deshalb auch ein ganz besonderes Flair“, sagt sie. Vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten hat sie die Stadt am Mittelmeer – am Golf von Izmir – das erste Mal besucht. „Izmir hat sich gemausert. Metro und Straßenbahnen verkehren pünktlich und zuverlässig. Die Stadt ist sehr sauber und nicht überlaufen. Izmir ist für Reisende ein Erlebnis, die das Besondere lieben und die Türkei kennenlernen wollen, wie sie wirklich ist. Ein kleines Abenteuer ist es schon festzustellen, dass man mit Deutsch und Englisch nicht unbedingt weiterkommt.“ Die Viereinhalb-Millionen-Stadt habe sie als „sehr sicher“ empfunden. Atemberaubend ist der Blick auf das Meer vom mehrere Kilometer langen „Kordon“ aus, der Flaniermeile der Stadt. Hier kann man in Bars und Cafés die Seele baumeln lassen, sich ein Fahrrad leihen und losradeln, den Anglern zuschauen oder in den Geschäften schnuppern, die unter anderem preiswerte, qualitativ hochwertige Mode aus einheimischer Produktion anbieten. Izmir liegt landschaftlich sehr schön und ist umgeben von Gebirge. U-förmig zieht sich die Stadt um den Golf. In kurzen Abständen fahrende Fähren verbinden die Stadtteile miteinander, so auch das Univiertel, ein studentisch bunter„Multikulti-Schmelztiegel“ mit vielen Caféhäusern. Sehenswert ist der Fahrstuhl, der „asansör“ aus dem Jahre 1907, der die Menschen kostenfrei nach den hoch gelegenen Stadtteilen – unter anderem zum jüdischen Viertel – emporschafft. Hinauf in die gebirgigen Teile von Izmir fährt auch eine Seilbahn. Hier bietet ein Park nicht nur atemberaubende Ausblicke auf die Stadt, sondern auch die Möglichkeit, sich ein paar Leckereien zu kaufen und einen Grill zu mieten – eine Picknick-Erfahrung, die für immer haften bleibt. Überhaupt ist die türkische Küche „nicht zu unterschätzen“ – mit vielen unterschiedlichen, sättigenden Appetithappen und kleinen Speisen, den Mezeler, ähnlich den spanischen Tapas. Izmir hat nicht unbedingt eine Altstadt im herkömmlichen Sinne; doch ist der traditionelle Bazar, der „Kemer altı“ sehr alt und riesengroß: „Man kann sich tagelang dort aufhalten und immer noch etwas Neues entdecken.“ Lohnenswert sind für Reisende, die länger bleiben, Ausflüge in die malerischen Dörfer der Umgegend oder nach Ephesus.

Text: Sonja Wenzel, Foto: AdobeStock.com