Donnerstag, 29. Juni 2017    00:28


«Zurück zur Startseite

Das neue SG Trainerduo stellt sich vor

Im Juni wurde Mark Bult als neuer Co-Trainer der SG Flensburg-Handewitt vorgestellt. Der 34-Jährige war im Februar von den Norddeutschen als Ersatz des damals langzeitverletzten Johan Jakobsson bis Saisonende verpflichtet worden und vom VfL Gummersbach an die dänische Grenze gewechselt. Der Niederländer hat nun einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet und wird künftig SG Neu-Trainer Maik Machulla an der Seitenlinie unterstützen. Das sympathische künftige SG Trainerduo im Interview exklusiv für alle Friesenanzeigen-Leserinnen & -leser.

Maik, was hat dich dazu bewogen, Mark zu fragen, ob er dein Co-Trainer bei der SG werden möchte?

Maik Machulla:

Letztlich war es eine relativ spontane Idee. Als ich damals gefragt wurde, ob ich den Trainerposten bei der SG übernehmen möchte, habe ich keinen großen Druck verspürt, sofort einen Co-Trainer präsentieren zu müssen. Ich wollte mir für diese Entscheidung schon ein wenig Zeit nehmen. Irgendwann habe ich dann ein Gefühl dafür bekommen, dass Mark gut in die Truppe reingekommen ist und es einfach passt. Außerdem hat man gemerkt, dass er ein großes Interesse daran hatte, was Ljubo (Red. Ljubomir Vranjes) und ich da so machen und sich zudem mit der Zeit nach seiner aktiven Karriere beschäftigt hat. Da kam mir dann irgendwann die Idee mit ihm darüber zu sprechen, ob er sich diese Aufgabe vorstellen könnte. Hinzu kommt, dass wir uns schon sehr, sehr lange kennen und auch in den Jahren Kontakt hatten, in denen wir in verschiedenen Vereinen waren. Ich weiß einfach, wen ich mir da ins Team hole und auch die Mannschaft war begeistert, als ich ihr die Idee vorgestellt habe. Für mich war es dann ein gutes Gefühl zu sagen, dass ich es mit ihm zusammen machen möchte. Ich denke, dass es eine gute Entscheidung ist, da ich die Punkte Vertrauen und hundertprozentige Loyalität für sehr wichtig halte. Für diese Aufgabe kann ich mir einfach niemanden holen, den ich nicht kenne. Die Zeit ist zu knapp, um sich erst kennenzulernen und herauszufinden, ob die Chemie stimmt. Es wäre ja fatal, wenn man nach zwei oder drei Monaten merkt, dass es nicht passt. Dann hätte man eine Menge Energie verschwendet und nichts gewonnen. Von daher bin ich sehr froh über diese Entscheidung.

Wie überraschend kam das Angebot für dich, Mark?

Mark Bult:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr glücklich bin. Als ich hierhergekommen bin, habe ich nicht ansatzweise daran gedacht, dass ich über das Saisonende hinaus hierbleiben würde und insofern kam die Anfrage tatsächlich überraschend. Maik hat mich vor sechs oder sieben Wochen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Co-Trainer bei der SG zu arbeiten und da musste ich nicht lange überlegen. Die SG ist einfach ein Top-Verein, die Mannschaft ist überragend und die einzelnen Spieler gehen füreinander durchs Feuer. Ich fühle mich in Flensburg sehr wohl, es passt einfach sehr gut und daher bin ich unglaublich froh, dass ich diese Chance bekomme.

Welche Aufgaben hast du bislang für Mark vorgesehen?

Maik Machulla:

Generell wird es zunächst einmal so sein, dass die Aufgaben, die ich bislang hatte, sprich: Ljubo zu unterstützen, künftig von Mark wahrgenommen werden. Letztlich geht es also darum, mich in allen möglichen Bereichen zu unterstützen, um es mir ein bisschen einfacher zu machen. Darüber hinaus war ich in den letzten zwei Jahren verstärkt als Bindeglied zwischen allen Nachwuchstrainern und der Abteilung Bundesliga tätig. Da haben wir etwas aufgebaut und das wird Mark natürlich fortführen. Am Donnerstag hatten wir diesbezüglich die ersten Gespräche und ich bin davon überzeugt, dass Mark auch diese Aufgabe mit aller Leidenschaft und viel Engagement übernimmt.

Und wie siehst du deine künftige Aufgabe als Co-Trainer?

Mark Bult:

Durchaus auch in der Zusammenarbeit mit der Nachwuchsabteilung. Wie Maik schon erwähnte, haben wir am Donnerstag ein Gespräch mit der Flensburg Akademie geführt und zum Beispiel festgelegt, dass ich das Training mit der Elitegruppe, das bislang Maik einmal wöchentlich geleitet hat, übernehmen werde. Ansonsten geht es natürlich vorrangig darum, Maik dort zu unterstützen, wo er Unterstützung braucht. Also zunächst einmal sicherlich bei der Videoanalyse, die sehr zeitintensiv ist, weil wir so viele Gegner haben. Weitere Aufgaben werden sich dann bestimmt im Laufe der Zeit ergeben. An Trainererfahrung bringe ich zwar noch nicht wirklich viel mit, aber ich spiele nun seit 15 Jahren in Deutschland und habe schon viele verschiedene Trainer und ihre Arbeit kennengelernt. Ich habe meine eigene Handballphilosophie und kenne natürlich die von Flensburg, die der von Nordhorn sehr ähnelt, wo Ljubo, Maik und ich ja früher gemeinsam gespielt haben. Also ganz bei null starte ich sicherlich nicht. Ganz lustig ist allerdings, dass ich mich – kurz bevor Maik mich gefragt hat – gerade zum ersten Trainerlehrgang angemeldet hatte. Das passt also sehr gut.

Als du im Februar zur SG gekommen bist, hast du gesagt, dass sich dein großer Sohn riesig darüber gefreut hat. Wie ist jetzt die Stimmung in der Familie?

Mark Bult:

Die Stimmung ist sehr gut. Und da du ihn ansprichst: Als ich von dem Angebot erzählt habe, war die erste Frage meines älteren Sohnes „Darf ich dann auch bei der SG spielen?“ und als ich „Ja, natürlich!“ geantwortet habe, war er überglücklich und seine Augen strahlten. Meine Familie war vor kurzem für eine Woche bei mir in Flensburg zu Besuch und es hat ihr sehr gut gefallen. Sie haben sich alle gleich sehr wohl gefühlt, so dass sie sich nun auf den Umzug in den hohen Norden freuen. Kurz: Wir sind alle sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

Text: SG Flensburg-Handewitt, Fotos: Benjamin Nolte/ Plan International

http://www.sg-flensburg-handewitt.de/