Montag, 19. Februar 2018    02:35

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Ein Mensch wie du und ich

Mark Bult

Die meisten Fans und Handball-Zuschauer kennen ihn seit dieser Saison an der Seitenlinie – Mark Bult, Co-Trainer der SG Flensburg-Handewitt. Er stieß zur Rückrunde der vergangenen Saison noch von Ligakonkurrent VfL Gummersbach als Ersatzspieler für den verletzten Johan Jakobsson zum Team ehe er im vergangenen Sommer seine aktiven Handballschuhe an den Nagel hängte und zum Assistenztrainer von Trainer Maik Machulla berufen wurde.  Doch Mitte November erfuhr der zweifache Familienvater einen schweren Schicksalsschlag und fehlte fortan im Trainings- und auch Spielbetrieb. Auf Seiten der Fans und Zuschauer wurde über das Fernbleiben des Co-Trainers intensiv diskutiert. Zwei Monate lang hielten alle Beteiligten inne, doch vor einigen Wochen richtete sich der sympathische Niederländer via Sozialer Medien der SG an die SG Fans und erklärte die Beweggründe.

Offener Brief von Mark Bult

Liebe SG Familie,
in den vergangenen Pflichtspielen von Mitte November an, konnte ich nicht wie gewohnt meiner Arbeit als Co-Trainer dieser fantastischen Mannschaft nachkommen. Heute möchte ich euch die Gründe hierfür erklären, da mir zum einen nun im Nachhinein nicht entgangen ist, dass euch mein Fehlen aufgefallen ist und teilweise bewegt hat sowie zum anderen, weil ich ein Freund von offenen und ehrlichen Worten bin.
Am 14. November begann für meine Familie und mich durch eine schwere, lebensbedrohliche Hirnblutung bei meiner Frau Natasha eine sehr schwere Zeit. Als Ehemann und Familienvater kämpfte ich zusammen mit der gesamten Familie viele Wochen um einen guten Ausgang und der Kampf wurde belohnt. Das Leben ist nicht vorhersehbar und Wunder passieren, wenn man nur ganz fest an sie glaubt. Meine Frau kämpfte sich zurück in ihr und unser Leben und ich bin unglaublich froh und erleichtert, sie nun seit einer Woche wieder bei uns Zuhause haben zu können. 
Ich danke an dieser Stelle allen, die fest die Daumen gedrückt haben, für die zahlreichen Genesungswünsche und für die unfassbare Unterstützung von allen möglichen Seiten.
Ich freue mich nun wieder vollständig bei der Mannschaft sein zu können und weiter an dem bestmöglichen Ergebnis für diese Saison zu arbeiten.

Wir sehen uns in der Halle,
Euer Mark

Anmerkung der Redaktion: Die gesamte SG Familie freut sich für Mark und seine Familie und dankt an dieser Stelle herzlichst der DIAKO Flensburg und ganz im Speziellen der Intensivstation für ihre aufopfernde Arbeit. Spieler und auch Trainer sind Menschen wie wir alle und manchmal gibt es einfach Wichtigeres als Arbeit.

www.sg-flensburg-handewitt.de

Text: SG Flensburg-Handewitt, Fotos: Benjamin Nolte