Freitag, 21. September 2018    02:38


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Fisch auf dem Grill

Fleischernes vom Rind, Schwein oder Lamm, Pute oder Hähnchen ist wie für den Grill gemacht, Würste und Gemüse finden gegrillt ebenfalls allgemeinen Beifall; aber ein schönes Stück Fisch oder sogar ein „ganzer“ ist eine besondere Delikatesse. Soll Fisch vom Grill rundherum gelingen, müssen ein paar Handgriffe beachtet werden.

Fisch in Alufolie oder Grillschalen

Fisch ist empfindlich. Er sollte bis kurz vor seinen „Gang auf den Grill“ auf Eis liegen oder in einer Kühlbox aufbewahrt werden. Fischfilets sollten auch nicht direkt auf den Grill gepackt, sondern in etwas Alufolie eingewickelt oder in eine Grillschale gegeben werden. Wer ganz auf „Nummer sicher“ gehen möchte, lässt die Haut am Fisch – so kann einem Zerfallen vorgebeugt werden. In die Alufolie und in die Grillschale können ein paar Tröpfchen trockenen Wein, eine halbe Knoblauchzehe, ein Thymian- oder Rosmarinzweig und etwas Petersilie, Estragon oder Basilikum mitgegeben werden – dies dient als zusätzliche Würze. Am besten ist es, Folie und Schale mit ein wenig Rapsöl zu fetten, um ein Festkleben zu vermeiden.

Ganze Fische und Meeresfrüchte

Um zu verhindern, dass ganze Fische auf dem Grill zerfallen, kann man sie in spezielle Grillkörbe oder Fischzangen legen, vorher allerdings gern etwas „einölen“, genauso wie den Grillrost. Es sollte beachtet werden, dass weder Fett noch Marinade in die Glut tropft, um Flammen zu vermeiden. Die perfekte Portionsgröße haben Forellen und Doraden, auch ist ihr Fleisch etwas fester und robuster. Die Fische sollten vor dem Grillen auf beiden Seiten in Abständen von einem bis drei Zentimetern in Querrichtung eingekerbt werden. Übrigens: Zarte Fischhaut, knusprig gegrillt, ist ein zusätzlicher, leckerer Effekt. Gegrillte Garnelen und Scampis sind ohne Schale in vier, mit Schale in höchstens sechs Minuten „durch“ und sollten - ebenfalls wie Tintenfischringe - nicht „nackig“ auf den Grill gelegt werden, sie können durch den Rost fallen; am besten ist es, sie auf Metallspieße aufzufädeln.

Begleitung zum Fisch

Auch hier gilt: Experimentieren ist erlaubt! Sehr gut passen Baked Potatoes mit Sour Cream, aber es passt auch der klassische Kartoffelsalat, der ohnehin bei keiner Grillparty fehlen darf. Kartoffelsalat mit Meerrettich und Dill abgeschmeckt, ist besonders gut zu gegrilltem Fisch. Ein Salat aus frischem Fenchel, ganz zart mit Zitronensaft und etwas frischer, geriebener Zitronenschale gewürzt, harmoniert genauso gut wie ein deftiger Gurkensalat mit Schmanddressing oder mit Essig, Öl und Dill zubereitet. Ganze Fische können mit Gewürzen wie Chili, Curry oder bestimmten Gewürzmischungen eingerieben werden. Praktisch ist es auch, Kräuterzweige, Zitronenscheiben oder eine Knoblauchzehe in die ausgenommene Bauchhöhle des Fisches zu geben: Die Aromen durchziehen das gesamte Fischfleisch: Köstlich! 

Übrigens: Immer abwarten, bis die Kohlen weißglühend sind. Ein paar Wacholderbeeren, Buchenspäne oder Rosmarinzweige auf der Glut verteilt, verfeinern den Grillrauch – das duftet herrlich und macht richtig Appetit! Je nach Dicke muss Fisch unterschiedlich lange gegrillt werden. Als Faustregel bleiben etwa einen Zentimeter dicke Filets sechs bis acht Minuten, zwei Zentimeter dicke Filets rund acht bis zehn Minuten auf dem Grill. Ganze Fische von zweieinhalb Zentimeter Dicke brauchen rund zehn Minuten auf dem Rost. 

Text: Sonja Wenzel, Fotos: Fotolia