Donnerstag, 29. Juni 2017    00:28


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Achtung Sonne: Sonnenschutz für die Haut

Sonnenlicht ist das  Lebenselixier jedes Lebewesens. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn ein Übermaß an Sonneneinstrahlung schadet der Haut. Eine sanft gebräunte Haut gilt immer noch als Zeichen für Gesundheit, Jugendlich- und Sportlichkeit. Aber insbesondere die UV-A- und die UV-B-Strahlung können irreparable Hautschäden verursachen und für Sonnenbrände sowie als Auslöser von Hautkrebs verantwortlich sein. Das Tückische daran ist, dass manche Schäden, wie etwa die vorzeitige Hautalterung, erst nach Jahren erkennbar sind.

Sonnenschutz fängt im Frühjahr an

Nicht erst, wenn die Sonne „vom Himmel knallt“, ist Sonnenschutz anzuraten: „Schon bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr sollte man es nicht versäumen, freie Hautpartien sorgfältig einzucremen“, rät Monika Ferdinand, Vorstandsvorsitzende vom Bundesverband deutscher Kosmetiker/-innen e.V. in Bexbach im Saarland. Bei längerem Aufenthalt im Freien sollte man an sonnigen Hochsommertagen daran denken, schattige Plätzchen aufzusuchen und bestimmte Hautpartien, wie die Schultern, zu bekleiden. Dabei ist die Haut brünetter Menschen nicht ganz so empfindlich: „Die Empfindlichkeit der Haut wird von der Melaninbildung bestimmt“, sagt Monika Ferdinand. Melanin ist ein Pigment, das der Körper produziert und das für die Braunfärbung der Haare und der Haut sorgt. Menschen, die größere Mengen dieses Pigments bilden, reagieren nicht so empfindlich auf Sonnenlicht wie hellhäutige Personen. „Letztere sollten sich unbedingt mit einem Sonnenhut schützen, keinesfalls in der Sonne ‚brutzeln‘ und Sonnenschutzpräparate mit einem hohen Lichtschutzfaktor – etwa zwischen 30 und 50 – benutzen.“

Was sagt der Lichtschutzfaktor aus?

„Der Lichtschutzfaktor steht für die Wirksamkeit des Sonnenschutzproduktes und schützt vor der UV-B-Strahlung. Ein hoher Lichtschutzfaktor steht für eine hohe Schutzwirkung gegen die UV-B-Strahlung, ein niedriger LSF für einen entsprechend geringeren Schutz“, so die Fachfrau. Dieser Faktor wurde im Jahre 1956 eingeführt. Er gibt – grob gesagt - an, wie viel Mal länger man sich beim Gebrauch eines Sonnenschutzmittels pro Tag der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Die Haut hat einen bestimmten zeitlichen „Eigenschutz“. Die „Eigenschutzzeit“ liegt etwa bei drei Minuten bei sehr hellhäutigen Personen, bei Menschen mit schwarzer Haut bei rund 90 Minuten.

Der Mensch ist kein Grillhähnchen!

„Vernunft“ ist das Zauberwort beim Aufenthalt in der Sonne: „Wir sind keine Grillhähnchen. Wenn möglich, sollte man die Mittagssonne meiden.“ Pflegeprodukte sollten bei Bedarf mehrmals aufgetragen werden, zu lange und zu warme Duschbäder sollten vermieden werden. Eine die Haut beruhigende und rückfeuchtende Après-Pflege am Abend, wie eine Maske, geben verloren gegangene Feuchtigkeit zurück. Auf genügende Flüssigkeitszufuhr ist beim Aufenthalt in der Sonne zu achten und möglichst sollte auf Gefäßgifte wie Alkohol und Tabak verzichtet werden.

Text: Sonja Wenzel, Foto: aok