Montag, 10. Dezember 2018    13:37


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Zum ersten Mal auf den "Brettln" 

Was Ski-Anfänger beachten sollten

Skifahren ist nicht wie Klavierspielen: Man muss es nicht schon als kleines Kind lernen, um sich auf den „Brettln“ zuhause zu fühlen – zum Skifahren Lernen ist es nie zu spät. Freilich ist es am sinnvollsten, einen Skikurs unter sachkundiger Anleitung in einer Skischule zu absolvieren. Das Schöne für viele Menschen am Skifahren ist, dass sie sich den ganzen Tag in der Natur bewegen: in klarer, kalter Luft, in atemberaubender Landschaft und gemeinsam mit anderen Menschen, die sich ebenfalls dieser Sportart verschrieben haben. Das kann etwas Verbindendes haben. Skifahren fordert den ganzen Menschen – im Hinblick auf die Konzentration auf die Piste; es ist aber auch ein „Ganzkörper-Workout“, bei dem der gesamte Organismus auf Hochtouren kommt; und wer mit Skifahren anfängt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich der erste Pistentag am nächsten Morgen ganz übel in den Knochen anfühlen kann…

1. Skifahren lernen möglichst in der Nähe

Zunächst heißt es „üben, üben, üben“ und: Erst mal reinschnuppern. Denn bevor Anfänger voll Enthusiasmus gleich viele Stunden Anreise auf sich nehmen, um dann die erste Woche mit Ski-Unterricht zuzubringen, ist es sinnvoller, sich eher in relativer Nähe zum Wohnort nach einer Ski-Möglichkeit umzusehen. In der Hinsicht bieten die deutschen Mittelgebirge eine ganze Menge: Nach einem verlängerten Wochenende in einem mittelgebirgischen Skigebiet kann man schon recht gut beurteilen, ob diese Sportart maßgeschneidert ist oder doch nicht. 

2. Das Skigebiet muss für Anfänger geeignet sein

Gaaanz langsam anfangen: Kleine, gemütliche Gebiete mit überschaubaren Pisten, auf denen es nicht von „verhinderten Weltmeistern“ wimmelt – so sollte der Einstieg aussehen. So sind auch viel eher die ersten kleinen Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Was die Unterkunft anbelangt, sollte sich jeder Anfänger genau überlegen, ob tatsächlich eine Ferienwohnung, in der man zwar sein eigener Herr ist, aber sich selbst verköstigen muss, die richtige Wahl ist. Vielleicht ist ein nettes Hotel mit Halbpension viel besser; es nimmt die Sorge um die Verpflegung und zwingt auch nicht dazu, nach einem auspowernden Tag nochmals auf die Pirsch nach einem Restaurant gehen zu müssen. 

3. Skiausrüstung leihen oder kaufen?

Ob man gleich eine komplette Ausrüstung kauft, sie sich am Urlaubsort oder beim Ski-Fachmann daheim ausleiht, sollte ebenfalls ganz genau übelegt werden. Möglich ist es, die Ausrüstung am Ski-Ort auszuleihen. Es ist schon die Normalität, sie sich im Voraus online zu reservieren. Vorteil des Ausleihens: Man muss die Ausrüstung nicht mitschleppen, hat aber wahrscheinlich eine höhere Gebühr zu bezahlen, als wenn man sie daheim bei einem Ski-Fachgeschäft borgt. Auf jeden Fall besteht die Chance zur Ausleihe von „pistenfertigen“ Markenartikeln übrigens beim „Ski-Express“ in Handewitt bei Flensburg. Hier gibt es Ski, entsprechende Schuhe, Stöcke, Helme, Snowboards und Boots – außer spezieller Skibekleidung - sowie Langlaufausrüstungen, alles mit fachmännischer Beratung sowie der Möglichkeit, alles in Ruhe aus- und anprobieren zu können und: Es kann gleich auf die Piste gehen!

4. Skigymnastik beugt dem Muskelkater vor

Wer es nicht gewöhnt ist, wird nach dem ersten Ski-Unterrichtstag im gesamten Körper plötzlich Muskeln an völlig ungeahnten Stellen spüren. Mit Muskelkater muss man rechnen, es wäre aber schade um die Zeit, wenn man sich nunmehr wegen der Muskelschmerzen nur noch von Sessel zu Sessel schleppen würde. Dem Muskelkater ist relativ gut vorzubeugen, wenn man sich schon ein paar Monate vorher um einen Anbieter von Ski-Gymnastik kümmert. So werden die Muskeln auf die Herausforderung des Skifahrens vorbereitet und im Vorwege trainiert.  

5. Keine Angst vorm Sturz

Es ist schon merkwürdig, sich zwei Bretter unter die Füße zu schnallen und damit – entgegen der normalen Fortbewegungsweise - fast schwerelos dahinzugleiten. Aller Anfang ist schwer, deshalb sollte man sich zunächst nicht zu viel zumuten und nur auf seinen eigenen Körper hören. Ein guter Skilehrer wird seine Schüler und Schülerinnen mit viel Einfühlungsvermögen an diesen Sport heranführen. Anfangs geht es nur langsam zu Tal und sutje durch die Kurven. Da Stürze nicht ausgeschlossen werden können, üben Ski-Anfänger unter Anleitung intensiv das „richtige“ Stürzen und Abrollen. Dem Frust kann auch entgegenwirken, wer beispielsweise zusammen mit ein paar Freunden diesen Sport anfängt. Da ist die Augenhöhe garantiert – und mancher Misserfolg wird sich in gemeinsamem Lachen freundlich auflösen. 

Text: Sonja Wenzel, Fotos: Fotolia