Montag, 19. Februar 2018    02:31


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Pellworm

Ein Fleckchen Glück, mitten im Watt

Wem die Hektik der Großstadt zu viel wird, der findet auf der beschaulichen Nordseeinsel Pellworm wohltuende Ruhe und unberührte Natur.
Wo noch die Gezeiten den Rhythmus bestimmen, die Luft eine heilsame Brise verspricht und sich ein unverstellter Blick aufs Meer bietet, lassen wir alle Anspannung los. Unsere Termine sind vergessen, vom täglichen Druck ist nichts mehr zu spüren – und die Sinne erholen sich bei Wellenrauschen, Salz in der Luft und Schlick unter unseren nackten Füßen.
„Pellworm ist weit, aber nicht weit weg“, sagt Andreas Kobauer vom Kur- und Tourismusservice Pellworm.

Pellworm: Unendlich weiter Himmel

Auf Pellworm gibt es wenig künstliche Beleuchtung und auch keine rot blinkenden Windräder. Die Insel nimmt sogar eine führende Position in Europa in Sachen lichtklarer Nachthimmel ein.
In vielen Ferienunterkünften auf Pellworm kann man den sauberen und freien Blick auf den Himmel genießen. Bei einigen Unterkünften kann man es sich im Strandkorb auf der Terrasse gemütlich machen und beobachten, wie der spektakuläre rotglühende Sonnenuntergang langsam in einen atemberaubenden Sternenhimmel übergeht.

Heimlicher Nationalfeiertag der Friesen: das Biikebrennen

Auch auf Pellworm werden 2018 wieder traditionell die bösen Geister des Winters vertrieben. Das Biikebrennen lockt jedes Jahr Einheimische und Gäste auf die Nordseeinsel. Während der Biiketage vom 18. bis 23.02.2018 wird dieser wichtige norddeutsche Brauch von Groß und Klein auf Pellworm zünftig und begeistert gefeiert.

Eiskalter und kuscheliger Start in die Biiketage

Nicole Peters vom Kur- und Tourismusservice als Mitorganisatorin der Biiketage erklärt: „Bereits am 18. Februar startet das Ganze mit dem Biike-Baden, organisiert durch den Fremdenverkehrsverein Pellworm. Dann springen besonders Mutige um 15:00 Uhr an der Badestelle am Leuchtturm ins eiskalte Nass.“ Wesentlich „kuscheliger“ geht es am darauffolgenden Montag (19. Februar)weiter. „Beim beliebten Lämmergucken auf dem Appelhof der Familie Ruppertz können zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr die ersten jungen Schäflein der Insel bestaunt werden“, berichtet Nicole Peters. „Bei schönem Wetter gibt’s für die Lütten auch noch ein Ponyreiten.“ Am Abend kommen dann die Erwachsenen auf ihre Kosten bei der plattdeutschen Theateraufführung der „Pellwormer Theaterspeelers“. Beginn ist um 20:00 Uhr in der Pellwormer Danzsool am Kaydeich.

Feuriges Spektakel bei guter Stimmung

Das wichtigste Datum ist der 21. Februar – denn an diesem Tag findet das große Biikebrennen auf Pellworm statt. Es startet um 18:00 Uhr auf dem Parkplatz am Leuchtturm. „Die diesjährige Feuerrede hält Deichgraf Ernst-August Thams“, sagt Nicole Peters. „Danach wird die Biike mit Fackeln angezündet. Kinder bekommen kostenlos eine eigene Fackel, was für die Kleinen immer etwas ganz Besonders ist - natürlich alles unter Aufsicht der Eltern.“

Mit der Fähre nach Pellworm

Die kleine Seereise von und nach Pellworm dauert rund 35 bis 40 Minuten, je nach Wind, Wetter und Wasserstand. Mit ein wenig Glück sieht man unterwegs sogar schon die Seehunde, die auf dem Watt liegen oder possierliche Tauchvorführungen zeigen. Östlich am Horizont liegt die kleine Hallig Nordstrandischmoor, im Volksmund auch „Lüttmoor“ genannt.

Die Fahrt durch das Wattenmeer führt über altes Kulturland. Eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die kleine Hallig Südfall, die man etwa auf der Hälfte der Fahrt passiert. Hier lag früher das sagenumwobene Rungholt, das in der Sturmflut von 1362 unterging. Spuren dieser Besiedlung fand der bekannte Wattforscher von Nordstrand, Andreas Busch.
Kurz vor Pellworm kreuzt die Autofähre PELLWORM I den Wattstrom Norderhever. Bei unruhigem Wetter kann es dann für eine kleine Weile an Bord schaukeln, ansonsten ist es eine eher ruhige Überfahrt. Während der Überfahrt können es sich die Fahrgäste in den verschiedenen Salons und auf dem Sonnendeck der Fähre bequem machen. Bei schönem Wetter genießt man von dort aus einen herrlichen Ausblick auf die Insel- und Halligwelt.

Im Salon auf dem 1. Oberdeck warten bequeme Sitzecken und breite Panoramafenster auf die Reisenden. Während der Überfahrt bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die Nordsee. In den beiden großen Salons unter Deck sind genügend Sitzplätze für unsere Fahrgäste vorhanden.  In der Pantry gibt es leckere Kleinigkeiten und für die Jüngsten ist eine kleine Spielecke eingerichtet. Auf dem Hauptdeck gibt es noch einen kleinen Salon, in dem sich auch eine Telefonzelle befindet. Dieser Salon steht bevorzugt unseren Fahrgästen mit Handicap zur Verfügung.

Osterreise an die Nordsee

Die „Pellwormer Osterwiese“ steht ganz im Zeichen der kleinen Besucher, aber auch die „Großen“ kommen auf ihre Kosten: Ein absolutes Highlight für die Kinder ist die große Ostereiersuche. Dafür wird bereits einige Tage vorher in der Halle Stroh verteilt und bunte Plastikeier werden darin versteckt. Am Ostersamstag ist es dann soweit. Alle halbe Stunde können die Kinder nach den Ostereiern suchen. Am Eingang bekommen sie dafür ein kleines Beutelchen, das sie nun eifrig füllen können. Ist der Beutel voll, geht’s ab an die bereitgestellten Tische mit den fleißigen Helfern des Osterhasen. Hier kann jedes Kind seine Plastikostereier gegen Schokolade eintauschen. „Zum Abschluss jeder Suchrunde gibt’s noch eine kleine Verlosung“, erklärt Nicole Peters. „Zu Beginn jeder Runde werfen alle Kinder ihre Eintrittskarte in einen Pott, aus dem drei Gewinner gezogen werden. Diese dürfen sich dann kleine Preise aussuchen.“ Die Ostereiersuche findet am Samstag, 15. April, ab 12.00 Uhr in der Multi-Sport-Arena am Kaydeich statt.

Pellworm, zu jeder Jahreszeit eine Reise wert

Pellworm ist eine echte „Ganzjahresdestination“, wie Kurdirektor Andreas Kobauer versichert. Der Zauber eines Winterspaziergangs am Meer, wirkliche Stille und die Faszination des Winterhimmels sind allerdings noch richtige Geheimtipps. Die Qualitäten der Wattwanderungen, der langen hellen Sommerabende und Badefreuden im Sommer haben sich schon weiter herum- gesprochen. Gute Quartiere müssen im Sommer weit im Voraus gebucht werden, freut sich der Kurdirektor.

Text und Fotos: Kur- und Tourismusservice Pellworm